- 29.04.2010, 09:30:32
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FORMAT: Neue Buwog-Geldflüsse: Grasser und Meischberger nutzten selbe Treuhandfirma
Gelder flossen auf ein Konto der Mandarin Group in Liechtenstein
Wien (OTS) - Die Ermittlungen in der Affäre Buwog brachten die
Erkenntnis, dass der Buwog-Lobbyist Walter Meischberger und
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser die selbe Treuhandfirma in
Liechtenstein nutzten. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT
in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
In seiner behördlichen Einvernahme erzählte Meischberger laut FORMAT,
dass er einen Teil seiner Buwog-Provision über die
Treuhandgesellschaft Mandarin Group Ltd. weiterleitete. "Befragt zum
Kreditvertrag zwischen mir und der Mandarin Group Ltd. vom 5.
Dezember 2007: Der Vertrag hat den eigentlichen tieferen Sinn, MIP
Aktien zu kaufen", sagt Meischberger laut einem FORMAT exklusiv
vorliegenden Einvernahmeprotokoll. MIP steht für die börsenotierte
Meinl International Power, die damals von Grasser gemanagt wurde.
Meischberger nannte laut FORMAT auch Bankverbindungen: "Mir wurde nur
ein Konto der Raiffeisen Liechtenstein genannt. Ich habe 500.000 Euro
überwiesen."
Die Mandarin Group tauchte laut FORMAT auch in der Affäre Hypo Group
auf. Über die Treuhandfirma Ferint AG hatte sich Karl-Heinz Grasser
an der Investorengruppe des Vermögensberater Tilo Berlin beteiligt.
Die Gruppe verdiente beim Weiterverkauf ihrer Hypo-Group-Aktien an
die BayernLB im Jahr 2007 rund 160 Millionen Euro. Grasser setzte
damals via Ferint AG 500.000 Euro ein und stieg mit 783.000 Euro aus.
In der Folge floss das Geld von der Ferint AG auf ein
Raiffeisen-Konto der Mandarin Group in Liechtenstein. Die Mandarin
agierte laut FORMAT als Grassers Treuhänder und hatte den Auftrag,
ein Darlehen bei seiner Schwiegermutter Marina Giori-Swarovksi zu
tilgen.
Für die grüne Nationalratsabgeordnete Gabriela Moser belegen die
neuen Erkenntnisse ein weiteres Mal die Verstrickung Karl-Heinz
Grassers in die Provisionsaffäre Buwog. Moser gegenüber FORMAT: "Die
Geldflüsse legen die Vermutung nahe, dass Grasser beim Buwog-Deal
mitgeschnitten hat. Es ist ein Justizskandal, dass seine Konten noch
nicht geöffnet wurden." Für Grasser gilt freilich die
Unschuldsvermutung.
Rückfragehinweis:
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FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126
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