"Lange Nacht der Kirchen" am 28. Mai

Eröffnung mit ökumenischer Vesper in der rumänisch-orthodoxen Pfarrkirche in Simmering - "Lange Nacht" wurde zu einem der erfolgreichsten "niedrigschwelligen" kirchlichen Angebote

Wien (OTS) - =

Wien, 28.04.10 (PEW) Die "Lange Nacht der Kirchen" -
in den letzten Jahren ein Erfolgsangebot der christlichen Kirchen in Österreich - findet heuer am 28. Mai statt. In Wien wird die "Lange Nacht der Kirchen" am 28. Februar um 18 Uhr mit einer ökumenischen Vesper in der rumänisch-orthodoxen Pfarrkirche in Simmering (Simmeringer Hauptstraße 161) eröffnet. Der Wiener rumänisch-orthodoxe Pfarrer - und Bischofsvikar - Nicolae Dura ist derzeit Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ). In Wien beteiligen sich 174 Gotteshäuser aller christlichen Konfessionen an der "Langen Nacht", in ganz Österreich laden 700 Gotteshäuser mit unterschiedlichen Programmen zum Kennenlernen des Evangeliums ein. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 1Uhr wird in den Gotteshäusern ein vielfältiges Programm angeboten, das für Begegnung und Spiritualität. Raum schafft. Auch in der benachbarten Tschechischen Republik beteiligen sich heuer 200 Gotteshäuser am 28. Mai an der "Noc kostelu". Die "Lange Nacht der Kirchen" hat sich in den letzten Jahren zu einem der erfolgreichsten "niedrigschwelligen" kirchlichen Angebote entwickelt. In Wien ist die "Lange Nacht" heuer in die "Missionswoche" im Rahmen der Initiative "Apostelgeschichte 2010" integriert, die am Pfingstmontag beginnt.

Mehr als 200 musikalische Programmpunkte decken in Wien jeden Musikgeschmack ab. So werden Ausschnitte aus dem Rock-Oratorium "Eversmiling liberty" (Kirche Am Hof in der Inneren Stadt, 21 Uhr) erklingen oder eine Klanginstallation "Walls" (Ruprechtskirche in der Inneren Stadt, 21.30 Uhr). Aber auch klassische Musik steht auf dem Programm.

Bei Kirchenführungen wird Interessantes und Wissenswertes über jede Kirche zu Gehör gebracht. In vielen Pfarren gibt es ein buntes Kinder- und Familienprogramm, sonst verschlossene Orte wie Katakomben oder Kirchtürme stehen einladend offen.

Aktuelle Themen

Dem Thema "Sexuelle, körperliche und emotionale Gewalt in der Kirche" widmet sich eine Diskussionsrunde in der Franziskanerkirche. In der Diskussion soll der Frage nach den strukturellen Bedingungen nachgegangen werden, wie sie auch in katholischen Schulen und Einrichtungen vorfindbar waren. Es diskutieren der Journalist Dietmar Neuwirth ("Die Presse"), die Moraltheologin Prof. Sigrid Müller, der Schotten-Abt P. Johannes Jung OSB, die Psychotherapeutin Prof. Rotraud Perner und der evangelische Pfarrer Jürgen Öllinger.

Der Herausforderung an Gesellschaft und Kirche bei Ehe, Trennung, neue Beziehung ist ein Impulsreferat von Weihbischof Helmut Krätzl in der Deutschordenskirche um 20.30 Uhr gewidmet. Anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion mit Bischof Krätzl, Staatssekretärin Christine Marek, der Pastoraltheologin Regina Polak und dem Präsidenten des Katholischen Familienverbands,Prof. Clemens Steindl. Moderiert wird die Diskussion von Andrea Geiger.

Die ökumenischen Kontakte werden im Botschaftsviertel im 3. Bezirk gepflegt. In drei Stationen geht es um einen gemeinsamen Besuch beim christlichen Nachbarn: Von der katholischen Sacre Coeur-Kirche (Rennweg 31, 1030 Wien) gehts zur russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale (Jauresgasse 2, 1030 Wien) und dann weiter in die anglikanische Kirche Christ (Jauresgasse 19, 1030 Wien).

Das detaillierte Programm der "Langen Nacht der Kirchen" in der Erzdiözese Wien ist unter "wien.langenachtderkirchen.at" zu finden. Interessierte können über eine Wien-Karte, den Kirchennamen, die Veranstaltungskategorie oder die Uhrzeit nach Programmpunkten suchen. Das gedruckte Programmheft liegt ab Anfang Mai in den teilnehmenden Gotteshäusern auf.

"Neues Licht auf die Kirche"

Die Ausdehnung der "Langen Nacht der Kirchen" auf die Tschechische Republik stand im Mittelpunkt des jüngsten Treffens der Organisationsteams aus Wien und Prag. Die katholische Kirche in der Tschechischen Republik sehe in der "Noc kostelu" eine Möglichkeit für einen Anknüpfungspunkt zwischen Kirche und säkularer Gesellschaft, sagte der Pressesprecher der Erzdiözese Prag, Ales Pistora. In der Tschechischen Republik sei die erste Etappe nach der "Wende" dem inneren Aufbau der Kirche gewidmet worden, jetzt könne die zweite Phase, die Begegnung mit der Gesellschaft, beginnen, so Pistora. "Wir sind überzeugt, dass die 'Noc kostelu' ein neues Licht auf unsere Kirche werfen kann", betonte der Pressesprecher der Prager Erzdiözese. Der neue Prager Erzbischof Dominik Duka sei ein entschiedener Befürworter der "Langen Nacht der Kirchen".

In einer Grußadresse an die katholische Kirche in der Tschechischen Republik betont Kardinal Christoph Schönborn die vielfältigen Möglichkeiten der "Langen Nacht": "Diese Nacht ist vor allem Begegnung - Begegnung mit Menschen, die neugierig sind, und mit Menschen, die auf der Suche sind oder eine Sehnsucht in sich tragen. Es ist eine Begegnung mit den Ausdrucksformen christlichen Glaubens in Architektur, Musik, Mystik und Liturgie. Und letztlich ist es eine Begegnung mit Gott, der uns in dieser Nacht in vielfältiger Form entgegenkommt. Es liegt an uns, Ihn zu erkennen". (Infos: Georg Radlmair, Tel.:01/515 52/31 45 oder 0664/107 38 00; Ales Pistora, Tel.0042/02/203 92 117 oder 00427072/488 28 42). (ende)

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