- 28.04.2010, 12:03:30
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Staatsanwaltschaft untersucht BZÖ-Tonband-Affäre
Ewald Stadlers Büroleiter erzählte auf Tonband, dass er wegen Zeugenaussage unter Druck gesetzt worden sei.
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner
morgen erscheinenden Ausgabe über ein heimlich mitgeschnittenes
Tonband, auf dem der Büroleiter des BZÖ-Politikers Ewald Stadler
erzählt, dass er von Stadler im Zusammenhang mit einer bevorstehenden
Zeugeneinvernahme unter Druck gesetzt worden sei.
Im Kern geht es um die "Causa Huber". Gegen den BZÖ-Politiker
Gerhard Huber ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien. In diesem
Zusammenhang werden auch Personen aus dem politischen Umfeld Hubers
einvernommen.
Patrick Blackmore, Büroleiter Stadlers, erzählt in einem Gespräch,
das auf Tonband aufgezeichnet wurde, dass Stadler versucht hätte, ihn
im Vorfeld einer angesetzten Zeugenaussage zu beeinflussen. Statt den
Sachverhalt wiederzugeben, wie er ihn erlebt hat, solle er mit "kann
sein, möglich, beschwören könnte ich es nicht mehr" relativieren.
Sollte er sich "ungeschickt" verhalten, so Blackmore am Tonband, sähe
es mit seiner "zukünftigen Beschäftigung schlecht aus".
Auf dem rund eine Stunde lang dauernden Tonbandmitschnitt wird
zudem über die Hintergründe einer Burschenschafter-Feier im
Gürtellokal "Pour Platin" gesprochen, bei der Blackmore anwesend war
und bei der ein Mitarbeiter des FP-Nationalratspräsidenten Martin
Graf von einem Türsteher schwer verletzt wurde.
Der Staatsanwaltschaft Wien liegt das Tonband mittlerweile vor.
Sprecher Gerhard Jarosch: "Der Sachverhalt wurde uns angezeigt und
wird jetzt geprüft."
Blackmore betont auf NEWS-Anfrage, dass er von Stadler weder unter
Druck gesetzt worden sei noch dies zulassen würde: "Ich wurde weder
genötigt noch erpresst". Stadler, der auch in einer
Rechtsanwaltskanzlei arbeitet, sagt: "Blackmore ist auch mein Klient.
Und zum Inhalt von Klientengesprächen gibt es keine Auskunft."
Rückfragehinweis:
NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143
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