- 27.04.2010, 16:06:16
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Volle Fahrt zurück"
Strache wird den rechten Flügel seiner Partei nicht stutzen. Er hat ja nur den.
Wien (OTS) - Ein erfreuliches Ergebnis der Hofburg-Wahl war:
Heinz-Christian Strache ist mit seiner rechtslastigen Kandidatin
abgestunken - auch bei seiner Klientel. Nur ein Viertel derer, die
2008 den Freiheitlichen die Stimme gegeben hatten, votierten für
Barbara Rosenkranz.
Wie weiland Jörg Haider rekrutiert Strache seine Anhänger vor
allem aus dem Kreis der Unzufriedenen, der Wohlstandsverlierer - oder
jenen, die sich dafür halten. Protest gegen "die da oben" ist ihr
Wahlmotiv, nicht ewig gestriges Denken.
Das haben einige von Straches Mannen erkannt. Die Partei müsse
liberaler werden, in die Mitte rücken, meint etwa Oberösterreichs
FPÖ-Vormann Haimbuchner. Ähnlich tönt der Chef der blauen
Wirtschaftstreibenden.
Ein frommer Wunsch. Die FPÖ-Spitze hat nicht vor, den
ultra-rechten Flügel zu stutzen. Die Schmissträger und Grafs sind
weiterhin wohlgelitten. Was nicht verwundert; seit Straches
Obmannschaft besteht die Partei nur aus Nationalen. Das sichert eine
Kernschicht, aber nichts darüber hinaus. Und so wird der Ober-Blaue
in den kommenden Wahlkämpfen erneut den Rächer der Enterbten geben.
Die dazugehörige Parole: "Wir sind eine Zukunftspartei." Tatsächlich
führt Strache eine Truppe, die ihr Heil in der Vergangenheit sucht.
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
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