• 26.04.2010, 09:15:41
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GLOBAL 2000: Italien muss Risikoprojekt AKW Mochovce stoppen!

UmweltschützerInnen appellieren an italienischen Botschafter: Keine weitere Finanzierung für den Schrottreaktor - Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe ist Anlass zum Umdenken

Wien (OTS) - Heute, am 26. April, zum 24. Jahrestag der
verheerenden Tschernobyl-Katastrophe treffen VertreterInnen der
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und der Wiener Plattform
"Atomfreie Zukunft" den italienischen Botschafter in Wien, Massimo
Spinetti. "Italien ist über direkte und indirekte Beteiligungen des
italienischen Energieversorgers ENEL am Bau des Schrottreaktors
Mochovce in der Slowakei beteiligt. Wir fordern von Botschafter
Spinetti, dass Italien aus diesem Wahnsinnsprojekt aussteigt", so
Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Über die
Staatsbeteiligung an der italienischen ENEL kann die Regierung
erheblichen Einfluß auf die Firmenpolitik des Energiekonzerns
ausüben, so die UmweltschützerInnen.

Investitionen in erneuerbare Energien sind rentabler

ENEL investiert 2,9 Milliarden Euro in den Fertigbau der
Reaktorblöcke sowjetischer Bauart in Mochovce, die aus den
1980er-Jahren stammen. "3400 Euro pro kW installierter Leistung
werden hier auf Jahrzehnte in eine hoch riskante Technologie
versenkt. Ein wesentlich besserer Return on Investment für ein
marktwirtschaftliches Unternehmen ergibt sich aus Investitionen in
erneuerbare Energien: Wind Onshore ist bereits für 890 Euro pro kW zu
haben, selbst der momentan teuerste erneuerbare Strom aus
Photovoltaik ist billiger als dieses Atomkraftwerk", rechnet Reinhard
Uhrig vor. "Und vor allem: erneuerbare Energien sind sicher für uns
und die vielen Generationen nach uns, die sonst mit weiterem Atommüll
leben müssen. Der Jahrestag der verheerende Atomkatastrophe in
Tschernobyl sollte als Anlass zum Umdenken genutzt werden, denn
Mochovce ist eine tickende Zeitbombe", so Uhrig.

Tschernobyl explodierte vor 24 Jahren

Vor genau 24 Jahren explodierte Block 4 des ukrainischen
Atomkraftwerks Tschernobyl. Radioaktives Material wurde durch die
Explosion über ganz Europa verteilt: Je nach Windrichtung und
Wetterlage wurde der Boden unterschiedlich mit dem Fallout von
radioaktivem Cäsium verseucht, in Österreich fanden sich hohe
Cäsium-Konzentrationen insbesondere in der Nähe von Liezen und am
Traunsee.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Presse:
Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: [email protected]

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