- 24.04.2010, 08:01:16
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"profil": Affäre Buwog: Neue Hinweise auf Unregelmäßigkeiten
Lobbyist Hochegger hat Immofinanz 2004 über Angebotshöhe von CA Immo informiert - Partner Walter Meischberger soll Quelle gewesen sein
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der frühere Immofinanz-Lobbyist
Peter Hochegger das Immofinanz-Konsortium beim Verkauf der
Bundeswohngesellschaften (Buwog) mit entscheidenden
Insiderinformationen versorgt. Im Juni 2004 erhielt die
Immofinanz-Gruppe den Zuschlag für 961,28 Millionen Euro, wobei deren
Angebot um nur 1,19 Millionen Euro über dem der CA Immobilien Anlagen
AG lag. Laut profil vorliegenden Einvernahmeprotokollen hat Hochegger
gegenüber der Staatsanwaltschaft Wien zugegeben, die Angebotshöhe der
CA Immo gekannt und diese der Immofinanz genannt zu haben: "Es ging
... darum, der Immofinanz den richtigen Angebotspreis zu empfehlen
und abzuleiten, wo die CA Immo liegen wird. ... Karl Petrikovics (der
damalige Immofinanz-Chef, Anm.) hat sich versichert, dass die Zahl
(Euro 960 Mio.) verlässlich sei, was ich bestätigte. Meine Botschaft
war, dass er über Euro 960 Mio. bieten muss."
Als Quelle nannte Hochegger Partner Walter Meischberger: "Die
Schlüsselinformation am Schluss kam natürlich schon von Meischberger.
Meischberger hat mir nicht gesagt, woher er die Schlüsselinformation
'über 960 Mio.' hatte." Meischberger hat die Vorwürfe gegenüber der
Justiz bestritten. "Ich habe niemals konkrete Angebotshöhen der
Bieter gekannt ... Ich habe mitgezittert wie alle anderen auch. Ich
bin davon ausgegangen, dass die geringe Differenz ... ein reiner
Zufall gewesen ist ... Hochegger hat wahrscheinlich ein
Wahrnehmungsproblem, ich aber nicht. Alles was ich gesagt habe,
stimmt."
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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