- 23.04.2010, 12:34:18
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100 Tage danach: Wiederaufbau der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti
Ein Alltag in Zelten, die Zukunft in stabilen Häusern
Wien (OTS) - Am 12. Januar hat ein Erdbeben mit verheerender Wucht
Haiti erschüttert. Da die Diakonie Katastrophenhilfe seit fünf Jahren
im Katastrophengebiet mit eigenem Projektbüro tätig ist, konnte sie
sofort in der stark betroffenen Region Jacmel mit der Verteilung von
Hilfsgütern beginnen, Diakonie-Partner leisteten Nothilfe in der
Hauptstadt Port-au-Prince und in Leogane.
In den vergangenen Wochen sind weitere Hilfslieferungen
angekommen. In Jacmel und dem nahe gelegenen Ort Bainet hat die
Diakonie Katastrophenhilfe an hunderte Familien fast 2.000 Zelte
verteilt genauso wie Decken, Hygienesets, Kochgeschirr und
Plastikplanen. Eines der Notlager, die in der Stadt unter freiem
Himmel entstanden sind, wurden ebenfalls mit Zelten versorgt und den
Menschen mit Lebensmitteln und Trinkwasser geholfen.
Vom Zelt ins stabile Haus
Hundert Tage nach dem Erdbeben haben durch die Diakonie
Katastrophenhilfe Tausende Menschen eine temporäre Unterkunft und
auch die Mittel zum Überleben erhalten. Aber das Leben im Zelt ist
nicht einfach, schließlich bricht die Regenzeit an und auch die
Hurrikansaison kommt in wenigen Monaten. Deshalb hat die Diakonie
Katastrophenhilfe mit der Wiederherstellung von 500 beschädigten
Häusern sowie mit dem Neubau von 500 weiteren Häusern begonnen, die
sowohl Erdbeben als auch Hurrikans besser standhalten.
In einem ersten Schritt werden jetzt 132 Häuser repariert und
genauso viele neu errichtet. Insgesamt sind 264 Familien in dieses
Programm aufgenommen worden. Besonders berücksichtigt worden sind von
Frauen geführte Haushalte, Familien mit Kleinkindern und Angehörige
mit Behinderungen sowie Familien, die Todesopfer zu beklagen haben.
Die Planungen der Diakonie Katastrophenhilfe gehen aber weiter.
Das gesamte Bauvorhaben ist bis Ende 2011 geplant. Bis dahin sollen
insgesamt 1.800 neue Häuser entstehen. Daneben werden zusätzlich zu
den drei bisherigen Schutzzentren für den Katastrophenfall sieben
weitere in Jacmel und Bainet gebaut. Astrid Nissen, Büroleiterin der
Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, freut es, dass sowohl die
bestehenden Schutzzentren als auch für den Katastrophenfall
verstärkten Häuser das Erdbeben unbeschadet überstanden haben.
Für den Wiederaufbau in Haiti bittet die Diakonie
Katastrophenhilfe dringend um Spenden unter dem Kennwort: "Erdbeben
Haiti".
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Trägerin des
Spendengütesiegels. Die Spende ist steuerlich absetzbar.
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