- 23.04.2010, 12:26:59
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FMK-Krammer: Volksgut Frequenzen für Volk freigeben
RTR-Studie zur volkswirtschaftlichen Nutzung der Digitalen Dividende veröffentlichen
Wien (OTS) - Das Gutachten zur volkswirtschaftlichen Nutzung der
Digitalen Dividende ist gestern in der Endversion an die RTR
übergeben worden und dringend zu veröffentlichen. Die politische
Entscheidung über die zukünftige Nutzung des freien 800er Bandes muss
jetzt rasch und transparent getroffen werden. "Es ist nicht
vorstellbar, dass die volkswirtschaftliche Analyse anders als pro
Mobilfunk ausfällt," erklärt FMK-Präsident und Orange-CEO Michael
Krammer. "Wir erwarten uns von dem Gutachten auch, dass die
Halbwahrheiten und falschen Darstellungen, die in den vergangenen
Tagen zur Digitalen Dividende aufgekommen sind, von den Experten
richtig gestellt werden," so Krammer weiter und verweist auf die
Dringlichkeit in der Sache: "In Deutschland werden bereits die
Frequenzen der Digitalen Dividende vergeben und in Österreich wird
nicht einmal die RTR-Studie veröffentlicht. Wir laufen Gefahr,
international den Anschluss zu verlieren."
Breitband-Internetzugang für alle Österreicherinnen und Österreicher
ermöglichen
Wenn die Entscheidung über die freien 800er Frequenzen nicht
umgehend für mobiles Breitband-Internet fällt, ist mit drastischen
Auswirkungen für die Nutzerinnen und Nutzer in ganz Österreich zu
rechnen. Die bestehenden Mobilfunknetze werden in den nächsten ein
bis zwei Jahren an ihre physikalischen Grenzen stoßen, dann gibt es
kein Wachstum mehr beim mobilen Breitband. Derzeit liegen wir bei den
mobilen Breitbandzugängen europaweit voraus. Die freien 800er
Frequenzen, Teil der sogenannten Digitalen Dividende, ermöglichen
gemeinsam mit der neuen 4. Mobilfunkgeneration einen raschen Zugang
zu Breitband-Internet vor allem auch in bisher nicht versorgten
ländlichen Gebieten. Das bedeutet für rund eine halbe Million
Österreicherinnen und Österreicher erstmals Zugang zum Daten-Highway
und für alle Bürger einen gewaltigen Technologiesprung.
Investitionen in den Wirtschaftsstandort
Die Unternehmen stehen in den Startlöchern, die technischen Tests
wurden bereits erfolgreich abgeschlossen und die Mittel für die
Einführung der neuen Mobilfunkgeneration liegen derzeit auf Eis, weil
bei den Mobilfunkern Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung in
Österreich besteht. Erst mit dem Ausbau der 4. Mobilfunkgeneration im
800 MHz-Band werden wieder hohe Investitionen in die mobile
Infrastruktur und in den Wirtschaftsstandort Österreich getätigt. Der
Ausbau von flächendeckenden Netzen im 800 MHz Band würde in
Österreich voraussichtlich einen Investitionsimpuls zwischen Euro 300
und 500 Millionen auslösen.
"Die Veröffentlichung der Studie zur volkswirtschaftlichen Nutzung
der Digitalen Dividende ist Voraussetzung für eine transparente
politische Entscheidung, die dringend erforderlich ist," so Krammer
und abschließend: "Die Frequenzen sind allgemeines Gut und gehören
dem Volk, deshalb sind sie auch im besten Sinne des Volkes
einzusetzen und der ist Breitband-Zukunft".
Forum Mobilkommunikation - FMK
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