• 22.04.2010, 13:04:13
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ÖAMTC: Infrastrukturinvestitionen dürfen nicht dem Sparstift zum Opfer fallen

"Sicherheit braucht Platz " - Menschenleben dürfen nicht zum Sparobjekt werden

Wien (OTS) - Mit großer Sorge beobachtet der ÖAMTC die aktuelle,
hitzig geführte und teilweise unsachliche Diskussion über künftige
Infrastrukturinvestitionen. Tatsache ist, dass die Bundesregierung
zur Zeit kein Investitionsprogramm der ASFINAG ab 2011 genehmigt hat.
Die heuer anstehenden Bauvorhaben werden allerdings noch planmäßig
umgesetzt.

30 bis 40 Prozent der Kosten für Neubauprojekte fließen in von den
Behörden geforderte Umweltmaßnahmen, im europäischen Durchschnitt
liegt dieser Anteil bei lediglich 10 Prozent. Fakt ist auch, dass die
Autofahrer jährlich fast 12 Milliarden Euro ins Budget einzahlen. Das
ASFINAG-Straßennetz wird allerdings nicht durch diese Einnahmen,
sondern durch die zusätzlichen Mautabgaben finanziert.

"Keinesfalls darf bei Kostendiskussionen die Sicherheit der Menschen
aufs Spiel gesetzt werden", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy
Matzke. Getreu dem Clubslogan "Sicherheit braucht Platz" mahnt Matzke
beispielsweise den verzögerten Vollausbau der West Autobahn (A1) in
Niederösterreich ein. Im Abschnitt Melk-Pöchlarn-Ybbs fehlt immer
noch der notwendige dritte Fahrstreifen. Positiv bewertet der
Clubexperte hingegen den angelaufenen Vollausbau der Süd Autobahn
(A2) südlich von Baden, hier wurde mit der Erweiterung auf vier
Fahrstreifen bereits begonnen.

Club unterstützt Ausbau der niederösterreichischen
Infrastruktur

Der ÖAMTC fördert alle sinnvollen Infrastrukturmaßnahmen in der
bevölkerungsstarken Ostregion. So haben beispielsweise die
ÖAMTC-Experten für Tunnelsicherheit gemeinsam mit dem Land
Niederösterreich die Tunnelkonzepte für den neuen Abschnitt
Korneuburg - Eisbesbrunn der Wiener Außenring Schnellstraße (S1)
entworfen und durchgesetzt. Der ÖAMTC unterstützt die Landesregierung
auch bei Bahnprojekten, wie etwa der Güterzugumfahrung von St.
Pölten.

Der Umstand, dass Neubauprojekte derzeit einer Evaluierung unterzogen
werden, darf nach Ansicht der ÖAMTC-Experten nicht zum Kippen
notwendiger Straßenprojekte führen. Die Erfahrungen mit der neuen
Nord Autobahn (A5), wo die erwartete Verkehrsentwicklung nicht
eingetreten ist, kann nicht als Anlassfall für Verzögerungen bei
anderen dringenden Projekten herangezogen werden. "Das Weinviertel
ist ein Sonderfall", erklärt Matzke. "Wirtschaftskrise, Mautpflicht
auf der A5 und Lkw-Fahrverbote auf parallel verlaufenden
Landesstraßen, hatten zur Folge, dass viele Frächter wieder auf das
Netz der tschechischen und slowakischen Republik zurückgekehrt sind".

SERVICE:
Weitere Informationen: www.oeamtc.at/verkehrsplanung

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
www.oeamtc.at

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