• 20.04.2010, 15:44:50
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UNESCO schützt österreichische Apotheken

Traditionelle Eigenprodukte der Apotheker sind immaterielles Kulturerbe der UNESCO/ Feierliche Verleihung der Urkunde fand heute, Dienstag, in Salzburg statt

Im Bild v.l.n.r.: Apothekerverbands-Präsident Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann, Mag. pharm. Heimo Hrovat und Mag. pharm. Hannes Hrovat von der Kurapotheke Bad Ischl.

Salzburg (OTS) - Ein Stück handwerkliche Apotheker-Tradition kommt
unter UNESCO-Schutz! "Apothekeneigene Hausspezialitäten" werden in
die nationale Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes aufgenommen.
Bei der offiziellen Verleihung heute, Dienstag, im ORF Landesstudio
Salzburg nahm Apothekerverbandspräsident Dr. Friedemann
Bachleitner-Hofmann die Auszeichnung von der Präsidentin der
Österreichischen UNESCO-Kommission, Botschafterin in Ruhe Dr. Eva
Nowotny, und Landesrätin Doraja Eberle entgegen.

Eine öffentliche Apotheke in Österreich erzeugt im eigenen Labor
durchschnittlich 3.300 Arzneimittel pro Jahr selbst. Insgesamt wird
fast die Hälfte aller von Haut-, Kinder- und Augenärzten in
Österreich verschriebenen Arzneimittel in der Apotheke "frisch"
hergestellt. Damit zählt die händische Anfertigung von Arzneien zu
den ursprünglichsten Aufgaben der Pharmazeuten. Das hat auch die
Österreichische UNESCO erkannt: Sie nimmt die "apothekeneigenen
Hausspezialitäten" als traditionelles Handwerk in das nationale
UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf.

"Unsere 'Hausspezialitäten' sind ein handwerkliches
österreichisches Unikat und eine behördlich registrierte
Arzneispezialität. Viele Apotheker verwenden Rezepturen, die über
Generationen hinweg überliefert wurden. Mit der Eintragung in die
UNESCO-Liste wird der Wert und die Einmaligkeit unserer
Hausspezialitäten in ganz Österreich bestätigt", freut sich Dr.
Friedemann Bachleitner-Hofmann, Präsident des Österreichischen
Apothekerverbandes.

"Hausspezialitäten" genießen in der Bevölkerung einen hohen
Stellenwert und sind ein wichtiger Bestandteil bei der
Erst-Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden. Umso wichtiger ist
es, das Wissen um die Herstellung, die Praxis und die dazu gehörenden
Gerätschaften in der Apotheke zu erhalten. Die Auszeichnung als
immaterielles Kulturerbe ist da ein besonders wichtiger Schritt, sind
sich Österreichs selbstständige Apotheker, allen voran Initiator
Mag.pharm. Heimo Hrovat von der Kur-Apotheke Bad Ischl, einig.

Mit dem nationalen Verzeichnis hat sich die UNESCO in Österreich
zum Ziel gesetzt, Wissen, Traditionen und Brauchtum, das von
Generation zu Generation weitergegeben wird, zu schützen.
"Apothekeneigene Hausspezialitäten zählen seit langem zur gelebten
Tradition der Apotheke. Das über Jahrhunderte erworbene Fachwissen
ist auch heute noch topaktuell", betont Mag.pharm. Hrovat,
Konzessionär der Kur-Apotheke Bad Ischl.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Mag. Hans Jakesz, Pressesprecher
Österreichischer Apothekerverband
Spitalgasse 31, A-1090 Wien
Tel.: +43(0)664/20 20 488
Internet: www.apothekerverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | APV

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