Numerus Clausus für Architektur?

Wien (OTS) - Die bAIK hat an das Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung zur Verordnung der Bundesregierung über die Festsetzung einer Zahl an Studienplätzen für Studienanfängerinnen und Studienanfänger und über die Ermächtigung von Rektoraten zur Festlegung eines qualitativen Aufnahmeverfahrens folgende Stellungnahme abgegeben:

Mit diesem Verordnungsentwurf soll u.a. die Zahl an Studienplätzen für die Bachelorstudien "Architektur" an der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Graz und der Universität Innsbruck festgesetzt werden. Die Rektorate der genannten Universitäten sollen ermächtigt werden, für die Bachelorstudien "Architektur" ein qualitatives Aufnahmeverfahren vor Zulassung festzulegen.

Die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten weist darauf hin, dass das Aufnahmeverfahren im Sinne einer qualitativ hochwertigen Architekturausbildung sowohl auf die geistig-schöpferischen als auch die technischen Fähigkeiten von ArchitekturstudentInnen Bedacht nehmen muss. Ein Aufnahmeverfahren, das auf die Schulnoten abstellt, wäre sicherlich nicht Ziel führend.

Grundsätzlich sei jedoch festgehalten, dass sowohl in Hinblick auf die Lissabon Agenda als auch auf die Agenda Europa 2020 jegliche Investitionen in den Bildungssektor Vorrang haben müssen. Europa und Österreich können im weltweiten Wettbewerb nur bestehen, wenn wir unseren Fokus auf intelligente Arbeit und damit Bildung richten. Vor diesem Hintergrund lautet die Alternative nicht "weniger Stu-dierende", sondern mehr und besser dotierte Bildungseinrichtungen.

Rückfragen & Kontakt:

Georg Pendl, Präsident der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten (bAIK); E-Mail: g.pendl@pendlarchitects.at
Tel: +43 (0) 699 12233446

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