- 20.04.2010, 10:13:18
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ASFINAG-Fahrplan 2010 für Niederösterreich
Verkehrsleitsysteme für Verkehrsteilnehmer und Ausbau und Erhaltung der Bestandsstrecken
Wien (OTS) - Rund 20 Ausbau-, Erhaltungs- und Sicherheitsprojekte
am hochrangigen Straßennetzes in Niederösterreich werden im Jahr 2010
abgewickelt. Mag. Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG
Service GmbH: "Auf der A 2 Süd Autobahn zwischen dem Knoten
Inzersdorf und der Anschlussstelle Baden wird im Herbst 2010 eine
neue Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) in Betrieb genommen. Damit
kann in den stark frequentierten Knotenbereichen der Einmündungen A
21 und A 3 in die A 2 eine sicher steuerbare
Verkehrs-Zuflussregulierung vorgenommen werden. Das erhöht die
Sicherheit und unterstützt bei der Stauvermeidung." Die A 2 Süd
Auto-bahn ist 2010 auch ein Schwerpunkt von Erhaltungs- und
Ausbaumaßnahmen. DI Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Bau
Management GmbH: "Gleich vier wichtige Bauprojekte laufen heuer auf
der A 2. Drei davon zwischen Baden und Leobersdorf und eine
Brückensanierung im Wechselgebiet."
Verkehrssicherheit / Verkehrsmanagement
In die Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der A 2 wurden rd. 15
Mio. Euro investiert. Mag. Kienreich: "Die Umfeldatenerfassung zur
Messung von Zuständen wie die der Fahrbahnoberfläche oder die
Niederschlagsintensität sind ebenso Aufgabe der Anlage wie die
Harmonisierung des Verkehrs und die gute Absicherung im Ereignis-
oder Baustellenfall. Wir können mit der VBA durch zusätzliche
Fahrstreifensignalisierung nicht nur Temporeduktionen sondern auch
das gefahrlose Freihalten von Fahrstreifen anzeigen."
Das System wird von den Operatoren der ASFINAG-Verkehrssteuerung
in Wien-Inzersdorf rund um die Uhr gesteuert. Sensoren die in der
Fahrbahn integriert sind, erheben verkehrsrelevante Daten. Diese
fließen wiederum in die entsprechenden Verkehrsinformationen ein.
"Läuft der Verkehr reibungslos, sind die Streckenzüge auf den
Monitoren im Operatoren-Raum grün eingefärbt. Sobald von den Sensoren
Veränderungen bemerkt werden, verändert sich die Farbgebung auf
orange bis rot. Dadurch kann der Operator sofort reagieren, den
betroffenen Streckenzug von einer der rund 500 digitalen Videokameras
entlang des österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes
erfassen lassen und notwendige Maßnahmen wie
Geschwindigkeitsreduktionen und Fahrstreifensperren einleiten",
erklärt Rainer Kienreich. Die Verkehrsbeeinflussungsanlage im Zuge
der A 2 Süd Autobahn in Niederösterreich dient nicht der
Geschwindigkeitsschaltungen im Zuge von IG-Luft.
Zwar nicht in Niederösterreich jedoch verkehrstechnisch sehr
wichtig ist die Fertigstellung der Alternativroutensteuerung im
Dreieck der Knotenbereiche Prater, Schwechat, Vösendorf und
Kaisermüh-len. Mag. Kienreich: "Wir investieren in diese Anlage rd.
4. Mio. Euro". Die Anlage besteht aus insgesamt 16
Anzeigequerschnitten und auch das niederrangige Straßennetz wird in
den Anschlussbereich der Tangente mit Querschnitten ausgestattet.
"Damit ist im Bedarfsfall eine zeitgerechte Alternativroutenschaltung
möglich", erklärt Rainer Kienreich. Die Anlage wird im März 2011
einsatzbereit sein. Kienreich weiter: "Wir können dann bereits bei
den Sanierungs-Großprojekten Hanssonkurve und Hochstraße Inzersdorf
einen erheblichen Nutzen in der Verkehrssteuerung aus dieser Anlage
ziehen". Die Streckenbeeinflussungsanlage entlang der gesamten A 23
Südost Tangente wird vor-aussichtlich im Frühjahr 2012 fertig
gestellt sein.
Verkehrssicherheit / Baustellenmanagement
Baumaßnahmen führen meistens zu Beeinträchtigungen im
Verkehrsfluss. Mag. Kienreich: "Die ASFINAG bekennt sich dazu, die
aus Baustellen resultierenden Veränderungen im Verkehrsablauf so
gering wie möglich und so optimiert wie möglich zu gestalten".
Gerade in Baustellenbereichen wurde seitens der ASFINAG in den
letzten Jahren bereits sehr viele Maßnahmen zur Erhöhung der
Ver-kehrssicherheit gesetzt. Bereits seit 2001 werden beispielsweise
alle Baustellen mit Gegenverkehrsbereichen ausschließlich mit
baulicher Mitteltrennung ausgeführt. "Wir konnten damit den traurigen
12 Prozent Anteil aller Todesopfer am ASFINAG-Netz aus dem Jahr 2000
massiv senken. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket wird auch zukünftig
die möglichst verkehrssichere Einrichtung und rasche Ab-wicklung von
Baustellen weiter vorantreiben", Mag. Kienreich abschließend. So
erfolgen beispielsweise gemeinsam mit den Partnern der ASFINAG
(ÖAMTC, ARBÖ, Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Sicherheitsinspektionen wie Road Safety Audits und Road Safety
Inspections. Diese haben sich viel-fach bewährt und gehören zum
Standard eines qualitativen Baustellenmanagements.
ASFINAG Verkehrssicherheitsprogramm 2020
Die Verkehrssicherheit hat oberste Priorität in der ASFINAG. Ziel
ist es, bis 2020 die Anzahl der am hochrangigen Straßennetz getöteten
Personen um weitere 50 Prozent zu senken. Mit dem
Verkehrssicherheitsprogramm fasst die ASFINAG alle Aktivitäten, die
der Verkehrssicherheit dienen, kompakt zusammen. Es wurde ein
Handlungskatalog erarbeitet, der in Summe 130 Handlungsfelder
beinhaltet, die in 13 thematische Bereiche wie beispielsweise
LKW-Sicherheit oder Verkehrsüberwachung unterteilt sind. Alle
Maßnahmen haben jedoch nur ein Ziel - Die Anzahl der Todesopfer und
Verletzten weiter signifikant zu senken. Dass die bereits gesetzten
Maßnahmen Wirkung haben, zeigt der deutliche Rückgang der
Unfallzahlen in den letzten Jahren.
Road Safety Inspections (RSI) / Road Safety Audits (RSA)
Im Rahmen einer Road Safety Inspection erfolgt die
sicherheitstechnische Überprüfung von Bestandsstrecken. Dabei werden
bestehende Straßenabschnitte von unabhängigen Gutachtern
sicherheitstechnisch geprüft und Maßnahmen zur Verbesserung
entwickelt und umgesetzt. Road Safety Inspections werden in
regelmäßigen Zeitabständen durchgeführt. Die ASFINAG lässt pro Jahr
auf einer Streckenlänge von rd. 150 km Road Safety Inspections
durchführen.
Mittel eines Road Safety Audits wird noch vor Baubeginn eine
Qualitätssicherung vorgenommen. Diese Prüfung bezieht sich damit auf
die Planungen von neuen Strecken oder Ausbauten. Ein unabhängiger
Auditor prüft dabei die Planungsunterlagen auf alle Aspekte der
Verkehrssicherheit und zeigt im anschließenden Gutachten etwaige
Risiken und entsprechende Änderungsmöglichkeit auf.
Erhaltung und Ausbau
Auf der A 1 West Autobahn wird heuer die Generalerneuerung
zwischen Auhof und Wolfsgraben fertig gestellt. DI Gernot Brandtner:
"Wie auch 2009, haben wir eine Gegenverkehrsführung eingerichtet.
Durch die freie zu sanierende Richtungsfahrbahn Wien, können so die
Arbeiten schnell und verkehrsunabhängig fortgeführt werden".
Bereits seit Februar 2010 wird an der neuen A 2 Süd Autobahn
Anschlussstelle Bad Vöslau gearbeitet. DI Brandtner: "Dieses
Gemeinschaftsprojekt mit dem Land Niederösterreich und der
Stadtgemeinde Bad Vöslau wird bereits im September 2011 eine spürbare
Entlastung der anrainenden Gemeinden vom Schwerverkehr bringen". Seit
April laufen zwischen Baden und Kottingbrunn die
Vorbereitungsarbeiten zum vierspurigen Ausbau und die
Belagssanierungen von Kottingbrunn bis Leobersdorf. DI Brandtner: "
Wir halten während der gesamten Bauzeit untertags immer alle
Fahrspuren offen. Damit stellen wir sicher, dass die
Verkehrsbeeinflussungen so gering wie möglich gehalten werden und
durch die extra positionierte Baustellenkamera ist eine laufende
Beobachtung der Baufortschritte möglich."
Weiter südlich der A 2, im Wechselgebiet, wird die Pinkatalbrücke
general saniert. In diesem Baulos werden trotz der geringen
Platzverhältnisse und des relativ hohen Verkehrsanteils von rd.
17.500 Fahrzeugen pro Tag, in jede Fahrtrichtung immer zwei Spuren
aufrecht erhalten. "Aufgrund der relativ beengten Verhältnisse im
Baustellenbereich und zur Sicherstellung des reibungslosen
Verkehrs-flusses, stehen zum schnellen Einsatz im Ereignisfall wie
dem Abtransport eines fahrunfähigen Fahr-zeuges, ein 24 Stunden in
Bereitschaft stehendes Abschleppfahrzeug zur Verfügung. Mit diesem
Fahrzeug können LKW bis 40 t aus dem Baustellenbereich entfernt
werden", erläutert Gernot Brandtner.
Der Ausbau der Flughafen-Ausfahrt Fahrtrichtung Bruck im Zuge der
A 4 Ost Autobahn ist bereits in vollem Gange. "Für das Jahr 2025
zeigen die Verkehrsprognosen einen Anstieg der Verkehrsmenge von rd.
60 Prozent auf ca. 2.900 Fahrzeuge pro Stunde. Mit dem Ausbau der A 4
Ausfahrt tragen wir dem Mehr an Verkehr in den kommenden Jahren und
damit der Verkehrssicherheit Rechnung", Mag. Rainer Kienreich dazu.
Auf der A 21 Wiener Außenring Autobahn beim Knoten Steinhäusl
werden die Arbeiten zur Errichtung der Lärmschutzeinrichtungen für
die Gemeinden Altlengbach und Eichgraben fortgeführt. DI Brandtner:
"Wir errichten in Summe rd. 32.000 Quadratmeter Lärmschutzwände". Die
Fertigstellung ist mit Herbst 2011 vorgesehen. Zwischen Hochstraß und
Alland wird im Sommer 2010 die Fahrbahndecke beider
Richtungsfahrbahnen instand gesetzt.
Von Stockerau Ost bis zum Knoten Stockerau im Zuge der A 22
Donauufer Autobahn erfolgt ab Juli 2010 eine
Fahrbahn-Deckeninstandsetzung auf der Richtungsfahrbahn Hollabrunn.
Fahrbahn- und Brückensanierungen werden auch auf der S 33 Kremser
Schnellstraße durchgeführt. Zwischen St. Pölten Nord und Herzogenburg
Nord wird die Richtungsfahrbahn Krems saniert. DI Brandtner: " Die
Arbeiten gliedern sich in drei Abschnitte und beginnen Ende April
2010". Im Bereich Herzogenburg wird zusätzlich eine Lärmschutzwand
errichtet.
Weitere Informationen wie Projektdetails und Streckengrafiken
stehen im ASFINAG Internet unter PRESSE zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Alexandra Vucsina-Valla
ASFINAG Service GmbH
Pressesprecherin für Wien, NÖ, Bgld.
TEL: +43(0)50 108 17825
MOBIL: +43 664 60108 17825
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