- 16.04.2010, 12:01:26
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FSG-Katzian: Vermögende sollen ihren Beitrag zur Budgetsanierung leisten
Höhere Massensteuern belasten vor allem auch ArbeitnehmerInnen
Wien (OTS/FSG) - "Der Anstieg der Inflationsrate auf 2 Prozent im
März und damit auf den höchsten Wert seit November 2008 ist das beste
Argument gegen die Erhöhung von Massensteuern", kommentiert der
Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen
(FSG), Wolfgang Katzian. "Wenn sich das Leben verteuert, dann kann
die Antwort darauf nicht lauten, dass man die Menschen noch stärker
zur Kasse bittet, wie das mit den teilweise von der ÖVP geäußerten
Vorschlägen zur Budgetsanierung der Fall wäre. Alleine die geforderte
Erhöhung der Mineralölsteuer würde alle ArbeitnehmerInnen, die für
den Weg in die Arbeit auf ein Kraftfahrzeug angewiesen sind, also
eine sehr große Bevölkerungsgruppe, belasten."
Die steigende Inflation müsse auch in den
Kollektivvertragsabschlüssen ihren Niederschlag finden, um die
Kaufkraft der Beschäftigten zu erhalten. Der Weg in die Arbeit müsse
leistbar bleiben, dasselbe gelte für Miet- und Heizkosten, unter
deren Anstieg die BezieherInnen kleiner Einkommen naturgemäß am
meisten zu leiden haben, plädiert Katzian einmal mehr dafür, den
Fokus bei der notwendigen Budgetsanierung auf das Schaffen von mehr
Verteilungsgerechtigkeit zu legen. "Soziale Schieflagen müssen
beseitig werden, ein geeignetes Instrument dafür ist und bleibt eine
stärkere Vermögensbesteuerung. 60 Prozent der Staatseinnahmen kommen
aus Steuern auf den Faktor Arbeit, 27 Prozent aus Steuern auf den
Konsum, aber nur acht Prozent aus Steuern auf Gewinne und nur vier
Prozent aus Steuern auf Kapital, Grund und Boden. In diesem Sinne
gehen auch die Forderungen der SPÖ, Vermögende mit der Reform der
Stiftungssteuer um ihren Beitrag zur Budgetkonsolidierung zu bitten,
in die richtige Richtung", so Katzian abschließend: "Es ist nicht
einzusehen, warum ein Arbeitnehmer, der einen Notgroschen auf ein
Sparbuch legt, dafür mehr zahlen muss als ein Millionär für Gelder,
die in einer Stiftung geparkt werden."
FSG, 16. April 2010
Rückfragehinweis:
FSG-Presse
Litsa Kalaitzis
Tel. 0676 / 817 111 553
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