• 16.04.2010, 10:09:28
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Indonesische Regierung lenkt ein: Ölpalm-Plantagen sind keine Wälder!

Proteste der UmweltschützerInnen bewirken Umdenken - EU muss Etikettenschwindel unterbinden

Wien (OTS) - Unmengen an Regenwald sollten der Monokultur
Ölpalm-Plantage zum Opfer fallen und dann offiziell als Wald gelten.
Nach heftigen Protesten von UmweltschützerInnen hat das indonesische
Forstiministerium diese Woche von dieser Initiative Abstand genommen.
"Durch die Kennzeichnung der Ölpalm-Plantagen als Wald würde das
Abholzen von Urwäldern als nachhaltige Nutzung gelten. Dies hätte die
internationalen Bemühungen zum Schutz der Wälder ad absurdum geführt
und Türen geöffnet, um die Umwandlung von Regenwald in Plantagen über
Klimaschutzinstrumente auch noch finanzieren zu lassen", so Birgit
Zimmerle, Regenwald-Expertin von GLOBAL 2000. Die UmweltschützerInnen
fordern nun gemeinsam mit ihrer indonesischen Partnerorganisation
WALHI auch die schon existierenden Plantagen zu überprüfen, weil es
hier schon zu illegalen Rodungen gekommen ist.
Auch die EU will laut einem Anfang 2010 bekannt gewordenen
Kommissions-Entwurf Ölpalm-Plantagen als Wald definieren. "Eigentlich
sollten EU-Richtlinien die Zerstörung der wertvollen Wälder
verhindern. Diese skandalösen Versuche der Umetikettierung bergen
verheerende Auswirkungen auf das Klima, die Artenvielfalt und die
Menschen. Die EU muss die Entscheidung der indonesischen Regierung
zum Anlass nehmen und die eigenen Pläne revidieren", so Zimmerle.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Presse:
Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20,
Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23,
E-Mail: [email protected]

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