- 15.04.2010, 12:00:54
- /
- OTS0150 OTW0150
Beatrix Karl: 100 Millionen Euro zusätzlich für den Wissensstandort Österreich
3 Schwerpunkte für neues Wachstum: Förderung der Exzellenz in der Grundlagenforschung - Wissenstransfer Forschung/Wirtschaft - Ausbildung von exzellenten Fachkräften
Wien (OTS) - "Wissenschaft und Forschung sind wichtige
Innovationsmotoren und die Jobs der Zukunft entstehen dort, wo Wissen
ist. Kurz: Wissen schafft Arbeit", so Wissenschafts- und
Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. Im Zuge der von Finanzminister
Josef Pröll geplanten Ökologisierung des Steuersystems sollen künftig
100 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in den Wissensstandort
Österreich investiert werden.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mag. Werner Jungwirth,
Präsident der Fachhochschulkonferenz, Dr. Christoph Kratky, Präsident
des Wissenschaftsfonds FWF sowie Dr. Hans Sünkel, Präsident der
Universitätenkonferenz informierte die Ministerin heute über die
"drei Schwerpunkte für neues Wachstum", die mit den zusätzlichen
Mitteln gesetzt werden sollen: Geplant sind die Förderung der
Exzellenz in der Grundlagenforschung, der Ausbau des Wissenstransfers
Forschung-Wirtschaft sowie die verstärkte Ausbildung von exzellenten
Fachkräften.
"Stärken stärken und bündeln", brachte die Ministerin den ersten
Schwerpunkt, die Förderung der Exzellenz in der Grundlagenforschung,
auf den Punkt. Geplant sind Exzellenzcluster als international
sichtbare Cluster für Top Forschung, Top Vernetzung und Top
Qualifizierung für Wissenschafter. Dabei sind vorerst fünf
Exzellenzcluster geplant. Für "große" Cluster kommen etwa die
Quantenphysik und Molekularbiologie in Frage. Für die Abwicklung der
Exzellenzcluster wird der Wissenschaftsfonds FWF verantwortlich sein.
"Mit den Exzellenzclustern wollen wir sicherstellen, dass
Top-Forscherinnen und Top-Forscher in Österreich bleiben, aber auch
exzellente Forscherinnen und Forscher nach Österreich kommen", so die
Ministerin. "Hier sind wir gefordert, die besten Rahmenbedingungen
zur Verfügung zu stellen."
Als zweiten Schwerpunkt nannte die Ministerin den verstärkten
Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft. "Die Umsetzung von
neuen Ideen in innovative Produkte ist die Basis für die
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen", betonte Karl. "Um im
Wettbewerb zu bestehen und neue Arbeitsplätze zu schaffen, brauchen
wir Forscher- und Unternehmergeist." Zwischen einer Idee und einem
neuen Produkt liegen viele Schritte, die weder die Kernkompetenz von
Forschern noch die von Unternehmern sind. "Daher brauchen wir eine
Drehscheibe der Innovation: Neue Wissenstransferzentren sollen diese
wichtige Funktion einnehmen", sagte die Ministerin.
Um künftig verstärkt exzellente Fachkräfte ausbilden zu können, plant
die Ministerin als dritten Schwerpunkt den Ausbau der
Fachhochschulstudienplätze, vor allem in den von der Wirtschaft und
Industrie am stärksten nachgefragten Berufsbildern. Dazu zählen vor
allem technische Fächer und die Informationstechnologien. "Die
Fachhochschulen haben sich seit ihrer Gründung sehr erfolgreich
entwickelt und haben sich als verlässlicher Innovationsmotor bewährt.
Beim geplanten Ausbau der Plätze berücksichtigen wir besonders auch
regionale Bedürfnisse und werden dem Fachkräftebedarf gerecht", so
die Ministerin. Karl unterstrich weiters, dass es sich beim Ausbau
der FH-Studienplätze auch um eine wichtige Forderung aus dem
laufenden "Dialog Hochschulpartnerschaft" handelt.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto:[email protected] www.bmwf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






