- 14.04.2010, 13:04:35
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Grenzüberschreitender Naturschutz: Florierende Zusammenarbeit
Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei - Österreich bietet Fördermittel
Wien (OTS) - Die Magistratsabteilung 27 der Stadt Wien - EU
Strategie und Wirtschaftsentwicklung - lud als Verwaltungsbehörde am
Dienstag, 13. April 2010, ins Wassermuseum Bratislava zur dritten
Jahresveranstaltung des EU-Förderprogramms zur grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit Slowakei - Österreich ein. Rund 100 TeilnehmerInnen
aus öffentlichen Organisationen und privaten Unternehmen wurden
Zeugen einer wahren Leistungsschau von Aktivitäten unter dem Motto
"Flourishing Cooperation" (deutsch: florierende Zusammenarbeit) rund
um das Management von Naturschutzgebieten.
Der Mitveranstalter, die Trilaterale Ramsarplattform, ist selbst
ein Paradebeispiel für eine nachhaltige, florierende Zusammenarbeit.
Basierend auf einem im Jahr 2001 unterzeichneten Memorandum zwischen
dem österreichischen, tschechischen und slowakischen
Umweltministerium werden im Rahmen dieser Plattform konkrete
Aktivitäten zum Schutz des rund 35 Hektar großen,
grenzüberschreitenden Augebiets im Bereich der Zusammenflüsse von
Thaya, March und Donau koordiniert.
EU-Förderungen decken dringenden Handlungsbedarf zum Schutz
der Naturlandschaften
Mag. Martin Hutter, Vertreter der Verwaltungsbehörde des
Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei -
Österreich, stellte in seiner Eröffnungsrede 4 Projekte im Bereich
"Kooperation und gemeinsames Management von Naturschutzgebieten" im
Umfang von insgesamt 3,5 Millionen Euro vor, die im Jahr 2009
genehmigt wurden. Es sind noch Mittel für weitere Projekte vorhanden.
Dipl.-Ing. Doris Fried (Weinviertel Management) und Mgr. Milan
Janák (Daphne) stellten das im Dezember 2009 genehmigte Projekt
"ramsar skat" vor. Ziele des bis 2012 laufenden Projekts sind
grenzüberschreitende Maßnahmen zur Erhaltung der bedrohten,
einmaligen Artenvielfalt in den March-Thaya Auen, sowie die
Erweiterung des Besucherangebots zur Information und
Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung.
Anschließend wurde von Dipl.-Ing. Franz Steiner (via donau) und
Dipl.-Ing. Stephan Nemetz (Umweltbundesamt) die neue Projektidee
"MoRe" zur Revitalisierung der March präsentiert: Aufbauend auf
slowakisch-österreichischen Naturschutzabkommen und im Einklang mit
ähnlichen Aktivitäten in der Umgebung soll die Durchführung von
Restaurierungsmaßnahmen vorbereitet werden. Die dazu notwendigen
Vorarbeiten, die im Rahmen des Projekts durchgeführt werden sollen,
umfassen eine Machbarkeitsstudie, die Detailplanung und die Erhebung
des Ist-Zustandes. Ein Förderantrag wurde beim Programm zur
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei - Österreich
eingereicht.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete eine Exkursion ins
Augebiet. Zuerst wurde bei der Burgruine Devín Halt gemacht. An
dieser Stelle mündet die March in die Donau und von hier haben sich
zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entlang der March bis nach
Nordeuropa ausgebreitet. Einflüsse auf das Ökosystem durch
menschliche Besiedelung reichen hier nachweislich in die Steinzeit
zurück. Der zweite Teil der Exkursion führte zum See von Devín, dem
größten zusammenhängenden Augebiet der Westslowakei mit einer Fläche
von 10,5 Quadratkilometern. Trockenlegungen und Landwirtschaft
bedrohen heute diese schützenswerte Landschaft.
Die Notwendigkeit von EU-Fördergeldern zum Schutz und zur
Entwicklung sensibler Naturlandschaften ist unbestritten. Im Rahmen
des Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei -
Österreich werden dafür Förderquoten bis zu 85% aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung gewährt. Mittels Kofinanzierung aus
nationalen oder Ländermitteln können die Projekte vollständig
ausfinanziert werden. Informationen gibt es auf der Programm-Homepage
www.sk-at.eu .
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) go
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Mag. Genia Ortis Telefon: 01 4000-27093 Mobil: 0676 8118 27093 E-Mail: [email protected]
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