• 13.04.2010, 14:09:49
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ÖAMTC schlägt Einführung einer "Mobilitätspauschale" für Arbeitnehmer vor

Club begrüßt Ankündigung von Kanzler Faymann: "Massenbelastungen wird es mit mir nicht geben"

Wien (OTS) - Täglich belasten Spritpreise und Autokosten die
österreichischen Kraftfahrer. Dazu denkt die Politik laut über
weitere Autofahrer-Belastungspakete nach. Entlastungsmaßnahmen wie
Pendlerpauschale und Verkehrsabsetzbetrag sind hingegen längst nicht
mehr treffsicher. "Auf der Strecke bleibt die breite Masse, wie
Familien, Pendler, Alleinerzieher und atypisch Beschäftigte",
kritisiert der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher.
So erhält derzeit jeder, der zu wenig verdient, um Steuer zu zahlen,
oder unter elf Tagen im Monat arbeitet, gar keine Pendlerpauschale.
Und auch den realen Kosten wird seit langem nicht entsprochen: In den
vergangenen 20 Jahren sind die Fahrtkosten zur Arbeit, ganz gleich ob
mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, um rund 80
Prozent gestiegen. Der Verkehrsabsetzbetrag ist aber seit 1988
unverändert geblieben. Der Club schlägt deshalb die Einführung einer
treffsicheren "Mobilitätspauschale" vor, in der Pendlerpauschale und
Verkehrsabsetzbetrag verknüpft werden. "Oberste Priorität muss sein,
Pendler, besonders die mit geringen Einkommen, zu entlasten", so
Rohracher.

Gleichzeitig begrüßt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung die
heutige Ankündigung von Kanzler Faymann, dass es im Zuge der
Steuerreform keine Massenbelastungen geben werde. "Eine Erhöhung der
Mineralölsteuer wäre auch der völlig falsche Schritt und nur ein
Feigenblatt zur Erzielung von Mehreinnahmen", stellt Rohracher klar.
Eine MöSt-Erhöhung könnte zwar den Tanktourismus eindämmen, der spült
derzeit aber bis zu eine Milliarde Euro an Steuern in die Kassen der
Republik. Diese Summe müssten wiederum die österreichischen
Kraftfahrer bezahlen. Gleichzeitig gäbe es keine positiven
Auswirkungen auf das Klima. Es würde genauso viel CO2 in die Luft
geblasen wie vorher, die CO2-Tonnen würden bloß anderen Ländern
zugerechnet. "Das Gebot der Stunde ist eine echte Ökologisierung der
Kfz-Besteuerung", stellt Rohracher abschließend klar.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

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