• 13.04.2010, 13:26:19
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Bildung und Sprache als Grundlagen der Integration

Projektstelle "okay.zusammen leben" bewährt sich als Drehscheibe in Integrationsfragen

Bregenz (OTS/VLK) - Bildung und Sprache sind entscheidende
Faktoren für den Erfolg von Integrationsbemühungen. Das bekräftigten
Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrat Erich Schwärzler
gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Projektstelle "okay.zusammen
leben", Eva Grabherr, heute, Dienstag, im Pressefoyer.

Landesrat Schwärzler betonte, dass Integration eine Sache des
Förderns und Forderns ist und daher Bemühungen von beiden Seiten
erfordert. Die Projektstelle "okay.zusammen leben" erfülle seit ihrer
Gründung im Jahr 2001 sehr erfolgreich die Brückenfunktion zwischen
den Bedürfnissen von Migrantinnen und Migranten und den Angeboten von
Gemeinden, Land, Bund und Vereinen. Wichtig ist für Schwärzler, dass
die Integrationsvereinbarung, welche vom Bund nach dem
Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz verlangt wird, von den
Migrantinnen und Migranten einzuhalten ist: "Unsere Gesetze und
Wertekultur müssen akzeptiert werden. Dazu gehören die
Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Anerkennung der Freiheiten
und Grundrechte sowie die Trennung von Religion und Staat."

Laut "okay"-Geschäftsführerin Grabherr dominieren die Bereiche
Bildung und Sprache mindestens 80 Prozent der Aktivitäten der
Projektstelle. Zum Programm "mehr Sprache" gehören unter anderem
Workshop-Angebote für Eltern zu Fragen der frühen Sprachförderung,
ein Fachcoaching-Angebot für Pädagoginnen und Pädagogen, ein Lehrgang
für die Sprachförderinnen in Kindergärten,
Kinderbetreuungseinrichtungen und Spielgruppen sowie die Erstellung
eines Konzeptes für den Aufbau von lokalen Sprachfördernetzwerken in
Vorarlberg. Dazu kommen spezifische Sprachkompetenztrainings für
Jugendliche, die in Vorarlberg aufgewachsen sind, aber die deutsche
Sprache nicht gut genug beherrschen, um ihre Chancen auf dem
Arbeitsmarkt wahrnehmen zu können.

Darüber hinaus arbeitet die Projektstelle derzeit an der
Auswertung eines umfangreichen Datensatzes zur Integration der
zweiten Generation in Vorarlberg. Dabei geht es um Menschen, deren
Eltern aus der Türkei oder dem ehemaligen Jugoslawien stammen, die
selbst aber schon in Vorarlberg geboren sind. Insgesamt 750 Menschen
wurden für diese wissenschaftliche Arbeit befragt. "Dadurch wird
erstmals eine genaue Beschreibung des Standes der Integration dieser
Gruppe ermöglichen", sagte Grabherr.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-20190
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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