• 13.04.2010, 10:46:02
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BM Claudia Schmied: Staat ist stabiler Partner der Kunst

Klares Bekenntnis zu staatlicher Verantwortung zur Freiheit der Kunst und Vermittlung

Wien (OTS/SK) - "Der Staat muss ein stabiler Partner der Kunst
sein. Dafür stehe ich, dafür kämpfe ich", sagte Kulturministerin
Claudia Schmied am Montagabend im Mumok bei der Podiumsdiskussion
"Sammlung Österreich - Traum und Wirklichkeit". Die Ministerin
betonte auch, dass staatliche Sammlungen eine "unabdingbare
Notwendigkeit" sind. Sammlungen sind "Räume des Wissens und der
Reflexion und Garant des Neuen." Je größer das kulturelle Archiv
einer Kultur ist, desto größer ist ihr Fortschritt, sagte Schmied.
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"Das Bekenntnis zur staatlichen Verantwortung, das Bekenntnis zur
Autonomie der Künstlerinnen und Künstler und ihrer Institutionen und
das Bekenntnis zur Vermittlung sind für mich die kulturpolitischen
Leitlinien, was das Sammeln betrifft. Staatliche Sammlungen sind in
meinem kulturpolitischen Verständnis eine unabdingbare
Notwendigkeit", betont Kulturministerin Claudia Schmied.

Aufgrund der heutigen Anforderungen an staatliche Sammlungen sind
neue Formen der Kooperation notwendig. Die Zusammenarbeit zwischen
privaten und öffentlichen Sammlungen erscheint der Kulturministerin
dabei "besonders wichtig". Weiters sind Sammlungsstrategien und die
Vertiefung der wissenschaftlichen Aufbereitung Voraussetzung für
Kooperationen und Vermittlung, so Claudia Schmied.

Der Kulturministerin erscheint es wichtig, dass die Bundesmuseen,
jedes für sich und alle gemeinsam anstreben, ein fixes Budget im
Rahmen der Basisabgeltung für das Sammeln vorzusehen". Schmied
betonte in diesem Zusammenhang, dass die gesetzliche Fixierung der
Basisabgeltung europaweit einzigartig sei und in den vergangenen drei
Jahren für die Museen von 70 auf 82 Millionen Euro erhöht wurde. Der
freie Eintritt für Jugendliche könnte realisiert werden.

Angesprochen auf in der Diskussion geäußerte Regulierungswünsche von
"oben", betonte die Ministerin den hohen Wert der Autonomie, der auch
eine Verpflichtung zur Eigenverantwortung, zur Initiative ist.
Kooperation setzt die Entwicklung einer Sammlungsstrategie voraus.
Die Strategie muss jedes Museum aus der Geschichte, aus den
Beständen, aus den Forschungsschwerpunkten heraus entwickeln. Darauf
aufbauend sind Abstimmungen und Kooperationen zwischen den
Kunstmuseen möglich. So ist auch die Kooperation MUMOK-Belvedere
geglückt. Jeder obrigkeitlicher Kulturpolitik erteilte Schmied eine
klare Absage. (Schluss) rb

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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