- 12.04.2010, 15:32:17
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Höllerer: "Österreichs Bäuerinnen setzen Zukunftsimpulse für Betriebe"
Bundestagung der Bezirksbäuerinnen behandelt neues ZAM-Bildungsangebot
Wien/Mold (OTS) - "Zunehmende Preisschwankungen für Agrarprodukte
und die Liberalisierung der Märkte erfordern von Bäuerin und Bauer
ein immer tieferes Verständnis und Wissen über agrarwirtschaftliche
Zusammenhänge. Dabei sind gerade die Frauen stärker gefordert, weil
sie immer öfter die Betriebsführerinnen stellen. Derzeit liegt der
Anteil der von Frauen geleiteten landwirtschaftlichen Betriebe bei
rund 39%, Tendenz steigend. Hinzu kommt, dass sich der Anteil der
Bäuerinnen aus dem nicht-landwirtschaftlichen Bereich in den
vergangenen zehn Jahren verdoppelt hat. "Das alles war für mich und
die Landesbäuerinnen die Motivation, uns vehement für das
Zustandekommen eines Bildungsprojektes einzusetzen, um die
unternehmerischen Kompetenzen in unseren bäuerlichen Betrieben zu
stärken", erklärte Bundesbäuerin Anna Höllerer anlässlich des
Bezirksbäuerinnenseminars in Mold (12. und 13.04.), wo auf Einladung
der Arbeitsgemeinschaft rund 100 Bezirksbäuerinnen aus allen
Bundesländern vertreten sind.
Im Mittelpunkt dieser zweitätigen Tagung steht die Vorstellung des
neuen LFI-Bildungsprojektes "ZAM-Zukunftsorientierte
Agrarwirtschaftliche Motivation", das auf Initiative der ARGE
Bäuerinnen mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums
entwickelt wurde und ab Herbst in allen Bundesländern angeboten wird.
"Eine gute Aus- und Weiterbildung ist für Bäuerinnen und Bauern eine
wesentliche Voraussetzung, um für die Anforderungen der Zukunft mit
immer rascher wechselnden Rahmenbedingungen gerüstet zu sein. Um
Veränderungen aktiv gestalten zu können, brauchen bäuerliche
Unternehmer/-innen ein hohes Wissen über die Zusammenhänge und das
Funktionieren von Agrarmärkten und -politik, aber auch eine
unternehmerisch entwickelte Persönlichkeit. Das ZAM-Bildungsangebot
soll sie motivieren, sich agrarwirtschaftlich und -politisch
weiterzubilden", unterstrich Höllerer.
Spezielle Angebote für agrarwirtschaftliche und persönliche Bildung
"Durch dieses Projekt wird das Interesse der Bäuerinnen und Bauern
für agrarwirtschaftliche Themenbereiche nachhaltig geweckt und das
erforderliche Wissen zur Verfügung gestellt, um die Veränderungen am
Betrieb und in ihrer Vertretung aktiv gestalten zu können. Das neue
Bildungsprogramm bietet ab dem Herbst Vorträge, Seminare, Workshops
sowie einen Lehrgang an. Die Umsetzung in den Bundesländern wird in
enger Kooperation mit den Landwirtschaftskammern und den Ländlichen
Fortbildungsinstituten (LFI) erfolgen. Ermöglicht wird das Projekt
durch eine finanzielle Unterstützung seitens der EU, aus den Mitteln
der Ländlichen Entwicklung 2007 bis 2013, und eine Kofinanzieung
durch Bund (Landwirtschaftsministerium) und Länder.
Was bringt ZAM den Bäuerinnen und Bauern?
Die Zukunftstorientierte Agrarwirtschaftliche Motivation (ZAM)
steht für ein Bildungsprojekt des Ländlichen Fortbildungsinstitutes
(LFI) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Österreichische
Bäuerinnen in der LK Österreich. Es beinhaltet drei Angebote für
unterschiedliche Zielgruppen.
Das ZAM-Seminar zum Thema "Von der Einsteigerin zur Insiderin -
Vom Einsteiger zum Insider" besteht aus sieben Modulen und ist genau
das Richtige für Neueinsteiger/-innen in die Landwirtschaft. Die
Teilnehmer/-innen erhalten in den 26 Unterrichtseinheiten unter
anderem Einblick in Agrarwirtschaft und -politik sowie
Betriebswirtschaft. Außerdem werden relevante Schwerpunkte wie die
Rolle in Betrieb und Familie, die partnerschaftlich geplante
Betriebsentwicklung und die Rechtslage für Einsteiger/-innen
behandelt.
Der ZAM-Treff richtet sich an jene, die ihre
Unternehmerkompetenzen weiterentwickeln und vertiefen möchten. Der
"Unternehmerische Bäuerinnen- und Bauerntreff" ist in den
Bundesländern flexibel organisiert. Die verschiedenen Module bieten
Impulsveranstaltungen zum Auftakt mit informativer und aktivierender
Einführung zu unternehmerischen Themen. Weiters gibt es entsprechende
Kamingespräche mit bäuerlichen Unternehmern sowie Akteuren aus der
Wirtschaft sowie gemeinsame Exkursionen zu Partnern in Handel,
Verarbeitung und Kontrolle. Schließlich stehen Interessierten auch
vielfältige LFI-Bildungsveranstaltungen zu unternehmerischen Themen
zur Verfügung.
Der ZAM-Lehrgang ("Österreichische Bäuerinnen zeigen Profil")
schließlich ist speziell für Bäuerinnen konzipiert und vermittelt
Kompetenzen für die Mitarbeit in verschiedenen agrarischen oder
kommunalen Gremien, Verbänden oder Vereinen. Der Lehrgang ist in vier
zweitägige Module zu den Themen Persönliche Kompetenzen,
Agrarwirtschaft und -politik, Führungskompetenzen und
Öffentlichkeitsarbeit gegliedert (insgesamt 80 Unterrichtseinheiten).
Für weitere Informationen und aktuelle Kurstermine stehen die
Ansprechpartner/-innen der ARGE Bäuerinnen und des LFI im jeweiligen
Bundesland bzw. im LFI-Österreich (Tel.: 01/534 41-8566, E-Mail:
[email protected]) zur Verfügung. Zusätzliche Informationen finden Sie auf
der ZAM-Homepage: www.lfi.at/zam.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ARGE Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich:
DI Maria Marksteiner, Tel. 01/53441-8515; e-mail: [email protected]
und DI Birgit Gassner, Tel. 01/53441-8567; [email protected]
LK-Pressestelle: Ludmilla Herzog, Tel +43/1/53441-8521; e-mail: [email protected]
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