Marek: Mehr Frauen in Top-Jobs bringen ist eine zentrale Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Österreich

Staatssekretärin Marek präsentiert "Zukunft.Frauen" - Neues Führungskräfteprogramm des BMWFJ in Kooperation mit WKÖ und IV für qualifizierte Mitarbeiterinnen

Wien (OTS/BMWFJ) - Eine aktuelle Studie der
Karmasin-Motivforschung im Auftrag des Wirtschaftsministeriums zeigt, dass für Frauen in Österreich einerseits optimale Rahmenbedingungen wichtig sind, damit sie sich für einen Führungsjob bewerben. Andererseits fehlen ihnen oftmals - selbst bei Top-Qualifikation -aber auch die Motivation und das Selbstbewusstsein für einen Führungsjob. "Je höher eine neu zu besetzende Position in einem Unternehmen ist, umso weniger Bewerbungen gibt es von Frauen, weil diese oft zu hohe Ansprüche an sich selber stellen. Wir brauchen die Frauen aber in Spitzenpositionen, und daher müssen wir ihnen den Rücken stärken, ihnen Mut machen, ihr Selbstvertrauen wecken", so Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, heute, Freitag, im Wirtschaftsministerium bei der Enquete "Zukunft.Frauen - Das neue Führungskräfteprogramm für Frauen". Ziel dieses in Kooperation des BMWFJ mit der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung gestarteten Führungskräfteprogramms ist es, qualifizierte Frauen, die in ihrem Unternehmen als potenzielle Kandidatinnen für einen Führungsjob gelten, zu fördern und gezielt für diese Aufgabe vorzubereiten.

"Es ist schlichtweg eine Frage von Business und nicht nur von sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung, dass Frauen in den Unternehmen auch in Top-Positionen gleichermaßen vertreten sind. Warum können Unternehmen glauben, erfolgreich zu sein, wenn sie ihre Talente ausschließlich aus 50 Prozent der Bevölkerung rekrutieren? Um hier aktiv gegenzusteuern starten wir deshalb nach norwegischem Vorbild das Führungskräfteprogramm 'Zukunft.Frauen'", sagte die Staatssekretärin weiter. "Damit wollen wir Frauen auf ihrem Weg an die Spitze unterstützen und sie in ihrem Selbstvertrauen im Hinblick auf die Übernahme von Führungspositionen stärken. Ziel ist es, qualifizierte Frauen gezielt zu fördern und für Management- und Aufsichtsratspositionen vorzubereiten."

Im Anschluss an die Statements von Staatssekretärin Christine Marek, WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser und von Markus Beyrer, dem Generalsekretär der Industriellenvereinigung , folgten Impulsreferate von Harry Gatterer (Zukunftsinstitut Österreich), Heidemarie Schutt (accenture) und Sophie Karmasin (Karmasin Motivforschung). Danach stellte Nina Solli vom norwegischen Arbeitgeberverband NHO das norwegische Best Practice Modell "Female Future" vor, das als Vorbild für das österreichische Programm "Zukunft.Frauen" dient. Bereits im Zuge einer Reise Ende Oktober 2009 nach Norwegen machten sich Staatssekretärin Marek sowie Vertreterinnen der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung vor Ort ein Bild von den norwegischen Initiativen zur Frauenförderung.

Nach der Präsentation "Zukunft.Frauen - das Programm für Österreich" durch Programmleiterin Michaela Kern moderierte Martina Salomon (Die Presse) einen Round Table mit Ingrid Lawicka (Infineon), Ulrike Baumgartner-Gabitzer (Verbund) und Michael Krottmeyer (ISS), Vertreter/innen einiger Unternehmen, deren Mitarbeiterinnen am ersten Modul von "Zukunft.Frauen" teilnehmen.

Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen"

Ziel des neuen Führungskräfteprogramms "Zukunft.Frauen" ist es, qualifizierte Frauen, die in ihrem Unternehmen als potenzielle Kandidatinnen für einen Führungsjob gelten, zu fördern und für diese Aufgabe vorzubereiten. Das Programm umfasst verschiedenste Themen, wie Unternehmensführung, Personalmanagement und Aufsichtsratstätigkeit, aber auch sogenannte Soft Skills, wie Rhetorik und Präsentation, Konfliktmanagement sowie Verhandlungsführung und Leadership. Insgesamt finden die Workshops berufsbegleitend an 15 Tagen verteilt über ein Jahr statt. Ebenso wichtiger Bestandteil ist das laufende Vernetzen und Austauschen mit österreichischen und internationalen Topmanagern. Das erste Modul startet im Herbst 2010. Nähere Informationen finden Sie unter www.zukunft-frauen.at.

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