Tunnelanstich für Fernwärme-Haupttransportleitung Donau

Fernwärme Ausbau als wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der Klimaschutzziele.

Wien (OTS) - Der Bau der Fernwärme-Haupttransportleitung Donau ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte von Wien Energie Fernwärme in den nächsten Jahren. Die Leitung mit einem Durchmesser von 800 Milimetern führt von der sogenannten Steinspornleitung im Bereich Lusthaus im 2. Wiener Gemeindebezirk bis zur Reichsbrücke und wird vom Kraftwerkspark Simmering aus Fernwärme in der Bundeshauptstadt verteilen. Die Gesamtlänge der Leitung beträgt rund fünf Kilometer. Für die Verbindung vom Bereich Machstraße / Elderschplatz zum Mexikoplatz wird auf einer Länge von 1.170 Metern die längste Pressung Wiens erfolgen. Von der Wehlistraße aus erfolgt einerseits eine weitere Pressung zum Lusthaus und andererseits die Leitungsverlegung in offener Bauweise unter dem ehemaligen Gleiskörper der Linie 21. Die Leitung wird im Februar 2012 in Beitreb gehen, rund 50 Millionen Euro werden in den Bau investiert. Eine Verlängerung bis zur Floridsdorfer Brücke ist bereits geplant.

"Der Ausbau der Fernwärme stellt die sinnvollste und kostengünstigste Möglichkeit dar, um Emissionen in Ballungsräumen zu reduzieren. Damit unsere Stadt auch in Zukunft sauber bleibt, werden wir mit Unterstützung unserer Eigentümer alles unternehmen, um diesen Ausbau weiter voranzutreiben", betonte der technische Geschäftsführer von Wien Energie Fernwärme, Dipl.-Ing. Gerhard Fida anlässlich der Tunnelanstichfeier am 09. April 2010.

Jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen CO2 weniger

Fernwärme ist aufgrund des Erzeugungs-Mixes sowohl sicher als auch umweltfreundlich. Rund 32 Prozent der benötigten Wärme werden in Wien durch die Verbrennung des Mülls in den thermischen Abfallbehandlungsanlagen erzeugt. Weitere 63 Prozent decken die hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ab, in denen gleichzeitig Strom und Fernwärme produziert wird. Insgesamt stammen also rund 95 Prozent der Wärme aus Abwärme und nur knapp fünf Prozent werden in den Spitzenkesseln durch den Einsatz von Primärenergie erzeugt. Dieser Mix in der Erzeugung macht Fernwärme zu einer der sichersten Energieformen. Gleichzeitig bedeutet diese Brennstoffeinsparung eine starke Reduktion der Emissionen. Insgesamt werden durch die Fernwärme in der Bundeshauptstadt jährlich CO2-Emissionen von rund 1,2 Millionen Tonnen vermieden.

50 Prozent Marktanteil bis 2020

Wien Energie Fernwärme strebt bis 2020 einen Marktanteil am Raumwärmemarkt in Wien von 50 Prozent an. Derzeit liegt der Anteil bei rund 36 Prozent.

Hintergrund für die Offensive von Wien Energie Fernwärme sind die Klimaschutzziele der Stadt Wien. Im Mittelpunkt der aktiven Klimaschutzpolitik stehen emissionsmindernde Maßnahmen. Konkret sollen die Treibhausgasemissionen pro Kopf im Jahr 2020 20 Prozent unter jenen von 1990 liegen. Die Erhöhung des Fernwärme-Anteils auf 50 Prozent gilt in diesem Zusammenhang als wesentlicher Bestandteil zur Verringerung des CO2-Ausstoßes.

Wien Energie Fernwärme gehört mit einem Leitungsnetz von über 1.100 Kilometern zu den größten Fernwärmeunternehmen Europas. Als Tochtergesellschaft der Wien Energie GmbH und der Wiener Stadtwerke Holding AG beschäftigt Wien Energie Fernwärme knapp 1.200 MitarbeiterInnen und erzielte im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von 421,0 Millionen Euro. Wien Energie Fernwärme beliefert über 300.000 Wohnungskunden und mehr als 5.800 Großkunden in Wien mit Wärme für Heizung und Warmwasser.

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