- 09.04.2010, 11:22:10
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Tunnelanstich für Fernwärme-Haupttransportleitung Donau
Fernwärme Ausbau als wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der Klimaschutzziele.
Wien (OTS) - Der Bau der Fernwärme-Haupttransportleitung Donau ist
eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte von Wien Energie
Fernwärme in den nächsten Jahren. Die Leitung mit einem Durchmesser
von 800 Milimetern führt von der sogenannten Steinspornleitung im
Bereich Lusthaus im 2. Wiener Gemeindebezirk bis zur Reichsbrücke und
wird vom Kraftwerkspark Simmering aus Fernwärme in der
Bundeshauptstadt verteilen. Die Gesamtlänge der Leitung beträgt rund
fünf Kilometer. Für die Verbindung vom Bereich Machstraße /
Elderschplatz zum Mexikoplatz wird auf einer Länge von 1.170 Metern
die längste Pressung Wiens erfolgen. Von der Wehlistraße aus erfolgt
einerseits eine weitere Pressung zum Lusthaus und andererseits die
Leitungsverlegung in offener Bauweise unter dem ehemaligen
Gleiskörper der Linie 21. Die Leitung wird im Februar 2012 in Beitreb
gehen, rund 50 Millionen Euro werden in den Bau investiert. Eine
Verlängerung bis zur Floridsdorfer Brücke ist bereits geplant.
"Der Ausbau der Fernwärme stellt die sinnvollste und
kostengünstigste Möglichkeit dar, um Emissionen in Ballungsräumen zu
reduzieren. Damit unsere Stadt auch in Zukunft sauber bleibt, werden
wir mit Unterstützung unserer Eigentümer alles unternehmen, um diesen
Ausbau weiter voranzutreiben", betonte der technische Geschäftsführer
von Wien Energie Fernwärme, Dipl.-Ing. Gerhard Fida anlässlich der
Tunnelanstichfeier am 09. April 2010.
Jährlich rund 1,2 Millionen Tonnen CO2 weniger
Fernwärme ist aufgrund des Erzeugungs-Mixes sowohl sicher als auch
umweltfreundlich. Rund 32 Prozent der benötigten Wärme werden in Wien
durch die Verbrennung des Mülls in den thermischen
Abfallbehandlungsanlagen erzeugt. Weitere 63 Prozent decken die
hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ab, in denen
gleichzeitig Strom und Fernwärme produziert wird. Insgesamt stammen
also rund 95 Prozent der Wärme aus Abwärme und nur knapp fünf Prozent
werden in den Spitzenkesseln durch den Einsatz von Primärenergie
erzeugt. Dieser Mix in der Erzeugung macht Fernwärme zu einer der
sichersten Energieformen. Gleichzeitig bedeutet diese
Brennstoffeinsparung eine starke Reduktion der Emissionen. Insgesamt
werden durch die Fernwärme in der Bundeshauptstadt jährlich
CO2-Emissionen von rund 1,2 Millionen Tonnen vermieden.
50 Prozent Marktanteil bis 2020
Wien Energie Fernwärme strebt bis 2020 einen Marktanteil am
Raumwärmemarkt in Wien von 50 Prozent an. Derzeit liegt der Anteil
bei rund 36 Prozent.
Hintergrund für die Offensive von Wien Energie Fernwärme sind die
Klimaschutzziele der Stadt Wien. Im Mittelpunkt der aktiven
Klimaschutzpolitik stehen emissionsmindernde Maßnahmen. Konkret
sollen die Treibhausgasemissionen pro Kopf im Jahr 2020 20 Prozent
unter jenen von 1990 liegen. Die Erhöhung des Fernwärme-Anteils auf
50 Prozent gilt in diesem Zusammenhang als wesentlicher Bestandteil
zur Verringerung des CO2-Ausstoßes.
Wien Energie Fernwärme gehört mit einem Leitungsnetz von über
1.100 Kilometern zu den größten Fernwärmeunternehmen Europas. Als
Tochtergesellschaft der Wien Energie GmbH und der Wiener Stadtwerke
Holding AG beschäftigt Wien Energie Fernwärme knapp 1.200
MitarbeiterInnen und erzielte im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz
von 421,0 Millionen Euro. Wien Energie Fernwärme beliefert über
300.000 Wohnungskunden und mehr als 5.800 Großkunden in Wien mit
Wärme für Heizung und Warmwasser.
Rückfragehinweis:
Wien Energie Fernwärme Mag. Ruth Strobl Unternehmenskommunikation Tel.: +43 1 313 26-2034 Fax: +43 1 313 26-2440 E-Mail: [email protected] Wien Energie Mag. Christian Ammer Pressesprecher Tel.: +43 1 531 23-73904 Fax: +43 1 531 23-73908 E-Mail: [email protected]
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