• 09.04.2010, 10:00:47
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Hundstorfer besucht Pilotprojekt zur Mindestsicherung in Floridsdorf

Bereits 50 Personen in Beschäftigung gebracht - 160 Personen in Qualifizierung, insgesamt sollen 800 profitieren

Wien (OTS/BMASK) - Als "sehr erfolgversprechend" bewertet
Sozialminister Rudolf Hundstorfer das Pilotprojekt zur
Mindestsicherung in Wien Floridsdorf, das er gemeinsam mit der
Geschäftsführerin des AMS-Wien, Claudia Finster heute Freitag besucht
hat. In diesem vom AMS Wien betriebenen Pilotprojekt - Step2Job -
werden seit September des Vorjahres Personen betreut, die Sozialhilfe
beziehen und bislang noch nie Leistungen des AMS in Anspruch genommen
haben. Ziel ist es, diese Personen in den Arbeitsmarkt zu
integrieren. Aktuell werden knapp unter 500 Betroffene im Projekt
betreut. "Wir konnten bis dato fast 50 Personen eine Beschäftigung
bieten, davon fanden ungefähr die Hälfte einen Job auf dem ersten
Arbeitsmarkt - die anderen in Sozialökonomischen Projekten",
berichtete Claudia Finster dem Minister. ****

Nach Abschluss des Projekts sollen zumindest 30 Prozent der
Personen in Arbeit gebracht worden sein", erläuterte die AMS-Chefin.
Der einzige Weg aus der Sozialhilfe sei ein Job, unterstrich
Hundstorfer. Daher sei der Ansatz der Mindestsicherung, sich intensiv
auch um arbeitsmarktferne Menschen zu kümmern der einzig
erfolgversprechende. "Die vorläufigen Ergebnisse des Pilotprojekts in
Floridsdorf zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind", so der
Minister. Den Betreuten stehe die komplette Förderpalette des AMS
Wien offen, dies sind Qualifizierungen genauso wie
Eingliederungsbeihilfen. In Qualifizierungen befinden sich zur Zeit
über 160 TeilnehmerInnen des Projekts. Die Kosten von Step2Job
belaufen sich bis zum Projektende auf 1,9 Mio. Euro. 54 Prozent davon
stammen aus Mitteln des AMS Wien, 46 Prozent kommen vom Europäischen
Sozialfonds.

Das Projekt, in dem AMS Wien, MA 40 und der Waff
zusammenarbeiten, hat die Aufgabe, eine intensive und kontinuierliche
Betreuung der betroffenen Personen zu gewährleisten. Mit der
Durchführung hat das AMS Wien die Partnerinstitution Context
beauftragt. "Die TeilnehmerInnen sind Menschen, die derzeit vom
Arbeitsmarkt sehr weit entfernt sind", erläutert Claudia Finster.
"Wir versuchen über Step2Job auch diesen Personen den Eintritt ins
Berufsleben zu ermöglichen".

Bis Mai sollen insgesamt 800 Personen aus den Bezirken
Floridsdorf und Donaustadt in das Projekt aufgenommen und jeweils
maximal 12 Monate lang begleitet werden, sofern sie nicht schon zuvor
eine Arbeit aufnehmen. Jeder Person steht eine Betreuerin oder ein
Betreuer zur Seite, um Unterstützung in vielfältigen Problemlagen zu
gewährleisten. Hierzu zählen etwa geringe Qualifikationen,
mangelhafte Deutschkenntnisse (Migrationsanteil bei Step2Job: 56
Prozent), hoher Schuldenstand, Suchtproblematik oder Vorstrafen. "Das
Angebot der aktiven Unterstützung wird von der Zielgruppe sehr gerne
angenommen. Vor allem an der hauseigenen Schuldnerberatung gibt es
großes Interesse, aber auch für Psychosoziale Begleitung gibt es
Bedarf", schloss Finster. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag.Elisabeth Kern , Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at

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