Hundstorfer besucht Pilotprojekt zur Mindestsicherung in Floridsdorf

Bereits 50 Personen in Beschäftigung gebracht - 160 Personen in Qualifizierung, insgesamt sollen 800 profitieren

Wien (OTS/BMASK) - Als "sehr erfolgversprechend" bewertet Sozialminister Rudolf Hundstorfer das Pilotprojekt zur Mindestsicherung in Wien Floridsdorf, das er gemeinsam mit der Geschäftsführerin des AMS-Wien, Claudia Finster heute Freitag besucht hat. In diesem vom AMS Wien betriebenen Pilotprojekt - Step2Job -werden seit September des Vorjahres Personen betreut, die Sozialhilfe beziehen und bislang noch nie Leistungen des AMS in Anspruch genommen haben. Ziel ist es, diese Personen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Aktuell werden knapp unter 500 Betroffene im Projekt betreut. "Wir konnten bis dato fast 50 Personen eine Beschäftigung bieten, davon fanden ungefähr die Hälfte einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt - die anderen in Sozialökonomischen Projekten", berichtete Claudia Finster dem Minister. ****

Nach Abschluss des Projekts sollen zumindest 30 Prozent der Personen in Arbeit gebracht worden sein", erläuterte die AMS-Chefin. Der einzige Weg aus der Sozialhilfe sei ein Job, unterstrich Hundstorfer. Daher sei der Ansatz der Mindestsicherung, sich intensiv auch um arbeitsmarktferne Menschen zu kümmern der einzig erfolgversprechende. "Die vorläufigen Ergebnisse des Pilotprojekts in Floridsdorf zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind", so der Minister. Den Betreuten stehe die komplette Förderpalette des AMS Wien offen, dies sind Qualifizierungen genauso wie Eingliederungsbeihilfen. In Qualifizierungen befinden sich zur Zeit über 160 TeilnehmerInnen des Projekts. Die Kosten von Step2Job belaufen sich bis zum Projektende auf 1,9 Mio. Euro. 54 Prozent davon stammen aus Mitteln des AMS Wien, 46 Prozent kommen vom Europäischen Sozialfonds.

Das Projekt, in dem AMS Wien, MA 40 und der Waff zusammenarbeiten, hat die Aufgabe, eine intensive und kontinuierliche Betreuung der betroffenen Personen zu gewährleisten. Mit der Durchführung hat das AMS Wien die Partnerinstitution Context beauftragt. "Die TeilnehmerInnen sind Menschen, die derzeit vom Arbeitsmarkt sehr weit entfernt sind", erläutert Claudia Finster. "Wir versuchen über Step2Job auch diesen Personen den Eintritt ins Berufsleben zu ermöglichen".

Bis Mai sollen insgesamt 800 Personen aus den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt in das Projekt aufgenommen und jeweils maximal 12 Monate lang begleitet werden, sofern sie nicht schon zuvor eine Arbeit aufnehmen. Jeder Person steht eine Betreuerin oder ein Betreuer zur Seite, um Unterstützung in vielfältigen Problemlagen zu gewährleisten. Hierzu zählen etwa geringe Qualifikationen, mangelhafte Deutschkenntnisse (Migrationsanteil bei Step2Job: 56 Prozent), hoher Schuldenstand, Suchtproblematik oder Vorstrafen. "Das Angebot der aktiven Unterstützung wird von der Zielgruppe sehr gerne angenommen. Vor allem an der hauseigenen Schuldnerberatung gibt es großes Interesse, aber auch für Psychosoziale Begleitung gibt es Bedarf", schloss Finster. (Schluss)

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