- 08.04.2010, 16:05:11
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Fatale Signale"
Solange sich Strache mit Ewiggestrigen umgibt, wird er Probleme haben.
Wien (OTS) - Vor 21 Jahren hat Heinz Fischer, damals Klubchef der
SPÖ, die Rede eines Freiheitlichen mit dem Ruf "Sieg Heil"
unterbrochen. Das ist jetzt, kurz vor der Hofburg-Wahl, bekannt
geworden. Die Absicht ist klar; diese "Enthüllung" soll dem
Amtsinhaber schaden. Fischer kann man manches vorwerfen, etwa dass er
übervorsichtig ist, sich um klare Worte windet. Ihm Nazi-Gedankengut
zu attestieren, ist absurd.
Anders ist das bei Proponenten des Dritten Lagers. Immer wieder
senden sie Signale in das extrem rechte Eck.
FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz wollte die in zig
Interviews gestellte Frage, ob es während der NS-Zeit Gaskammern
gegeben hat, lange nicht eindeutig beantworten. Mit dem Verbotsgesetz
hat sie ebenfalls ein Problem. Die Reaktion der Parteispitze ist
jedes Mal dieselbe: Empörung. Blauen werde bewusst "Böses"
unterstellt. Insofern ist bemerkenswert, dass nun Obmann Strache die
Parteifreundin kritisiert. Hätte sie ihre Ansichten zum Verbotsgesetz
klarer formuliert, wäre der Wirbel nicht entstanden.
Würde sich Strache endlich von den Ewiggestrigen trennen, blieben
ihm fortan eidesstattliche Erklärungen, Präzisierungen und
Distanzierungen erspart.
Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
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