Mutlosigkeit der Politik verhindert Zukunftsinvestitionen!

Chalupka: Drittes Konjunkturpaket Pflege und Betreuung ist dringend notwendig!

Wien (OTS) - "Angesichts der dramatischen Auswirkungen der
sozialen Krise, müssen wir Mutlosigkeit der Bundesregierung feststellen. Das was Österreich jetzt mehr braucht als alles andere ist ein drittes Konjunkturpaket im Bereich sozialer Dienstleistungen," formuliert Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich einmal mehr die Forderung nach Investitionen in die Pflege und Betreuung.

"Auch der Aufschrei der Gemeinden zeigt, dass derzeit nicht in die Zukunft des Landes investiert wird. Eines muss den Sozialpartnern ins Stammbuch geschrieben und darf nicht vergessen werden: Heutige Ausgaben für soziale Dienste sind lohnende Investitionen, die wir in Zukunft ohnedies tätigen müssen."

"Ein Beschäftigungspaket Pflege und Betreuung bringt mehrere Vorteile," ist Chalupka überzeugt. Die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen verbessere sich, da eine höhere Betreuungsrelation geschaffen würde. Von einer höheren Beschäftigung in der Pflege profitieren zudem vor allem Frauen, die derzeit den größten Anteil der Beschäftigten in diesem Sektor darstellen. Auch MigrantInnen sind oft in der Pflege beschäftigt, und bringen wertvolle Kompetenzen in diese Arbeit mit ein. Zusätzlich wirkt ein Konjunkturpaket Pflege vor allem auf regionaler Ebene, da Pflege und Betreuung auch in ländlichen Gebieten nachgefragt wird, und der Lohn aus dieser Arbeit auch in strukturschwachen Gebieten wieder ausgegeben wird. "Nicht zuletzt könnte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die noch immer Frauen am stärksten trifft, endlich verbessert werden," so Chalupka.

Etwa 8,6 Prozent der gesamten Beschäftigten in Österreich sind im Sozial- und Gesundheitswesen tätig. Damit liegt Österreich unter dem Durchschnitt der EU 27 von 9,5 Prozent. Spitzenreiter sind Norwegen (knapp 20 Prozent) und Dänemark (knapp 18 Prozent).
"Auch hier zeigt sich, dass die Beschäftigung im sozialen Sektor weiter ausgebaut werden kann. Und dieses Potential wird sich angesichts der demographischen Prognosen noch weiter vergrößern," so Chalupka abschließend.

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