- 08.04.2010, 12:20:44
- /
- OTS0163 OTW0163
Mutlosigkeit der Politik verhindert Zukunftsinvestitionen!
Chalupka: Drittes Konjunkturpaket Pflege und Betreuung ist dringend notwendig!
Wien (OTS) - "Angesichts der dramatischen Auswirkungen der
sozialen Krise, müssen wir Mutlosigkeit der Bundesregierung
feststellen. Das was Österreich jetzt mehr braucht als alles andere
ist ein drittes Konjunkturpaket im Bereich sozialer
Dienstleistungen," formuliert Michael Chalupka, Direktor der Diakonie
Österreich einmal mehr die Forderung nach Investitionen in die Pflege
und Betreuung.
"Auch der Aufschrei der Gemeinden zeigt, dass derzeit nicht in die
Zukunft des Landes investiert wird. Eines muss den Sozialpartnern ins
Stammbuch geschrieben und darf nicht vergessen werden: Heutige
Ausgaben für soziale Dienste sind lohnende Investitionen, die wir in
Zukunft ohnedies tätigen müssen."
"Ein Beschäftigungspaket Pflege und Betreuung bringt mehrere
Vorteile," ist Chalupka überzeugt. Die Versorgung von
pflegebedürftigen Menschen verbessere sich, da eine höhere
Betreuungsrelation geschaffen würde. Von einer höheren Beschäftigung
in der Pflege profitieren zudem vor allem Frauen, die derzeit den
größten Anteil der Beschäftigten in diesem Sektor darstellen. Auch
MigrantInnen sind oft in der Pflege beschäftigt, und bringen
wertvolle Kompetenzen in diese Arbeit mit ein. Zusätzlich wirkt ein
Konjunkturpaket Pflege vor allem auf regionaler Ebene, da Pflege und
Betreuung auch in ländlichen Gebieten nachgefragt wird, und der Lohn
aus dieser Arbeit auch in strukturschwachen Gebieten wieder
ausgegeben wird. "Nicht zuletzt könnte die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf, die noch immer Frauen am stärksten trifft, endlich
verbessert werden," so Chalupka.
Etwa 8,6 Prozent der gesamten Beschäftigten in Österreich sind im
Sozial- und Gesundheitswesen tätig. Damit liegt Österreich unter dem
Durchschnitt der EU 27 von 9,5 Prozent. Spitzenreiter sind Norwegen
(knapp 20 Prozent) und Dänemark (knapp 18 Prozent).
"Auch hier zeigt sich, dass die Beschäftigung im sozialen Sektor
weiter ausgebaut werden kann. Und dieses Potential wird sich
angesichts der demographischen Prognosen noch weiter vergrößern," so
Chalupka abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation
Diakonie Österreich
Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: [email protected]
Internet: www.diakonie.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DIK






