• 08.04.2010, 11:11:59
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BM Claudia Schmied überreicht den Großen Österreichischen Staatspreis 2010 an Komponistin Olga Neuwirth

"Eine universelle Künstlerin, die uns zu Entdeckungsreisen in unbekannte Klangwelten ermutigt"

Wien (OTS) - Heute, Donnerstag, wird die Komponistin Olga Neuwirth
von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied mit dem Großen
Österreichischen Staatspreis 2010 ausgezeichnet. Die Überreichung
findet im Rahmen eines Festaktes um 17 Uhr im Audienzsaal des
Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur statt. Die
Laudatio hält Dr. Burkhard Stangl.

"Olga Neuwirth ist eine universelle Künstlerin, eine Schöpferin von
Musik, die uns in das Neue führt und uns zu Entdeckungsreisen in
unbekannte Klangwelten ermutigt. Ich freue mich, der zehnten Frau,
der ersten aus dem Bereich der Musik den Großen Österreichischen
Staatspreis überreichen zu dürfen", so Kulturministerin Claudia
Schmied.

"Die Komponistin Olga Neuwirth ist eine kritische Frau, die Anteil an
den gesellschaftlichen Entwicklungen nimmt. Eine, die Position
bezieht und Dinge beim Namen nennt. Eine, die gegen `rechte Politiker
und ihre Demagogie` auftritt", betont Kulturministerin Claudia
Schmied.

Olga Neuwirth wurde auf einstimmigen Vorschlag des Kunstsenats für
den Großen Österreichischen Staatspreis nominiert. Damit ist sie die
zehnte Künstlerin, die mit dieser höchsten Auszeichnung der Republik
Österreich geehrt wird.

Olga Neuwirth, geboren 1968 in Graz, studierte zunächst an der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Erich Urbanner,
dann am Conservatory of Music sowie am Art College in San Francisco
Film und Malerei. Adriana Hölszky, Tristan Murail und Luigi Nono
gaben ihrer Arbeit wesentliche Impulse. 1998 wurde sie in der Reihe
"Next Generation" bei den Salzburger Festspielen vorgestellt. 1999
wurde Olga Neuwirth mit dem Paul-Hindemith-Preis ausgezeichnet, 2000
mit dem Ernst-Krenek-Preis für "Bählamms Fest". Ebenfalls im Jahr
2000 war sie Composer-in-Residence beim Koninklijk Filharmonisch
Orkest, Antwerpen, 2002 in gleicher Position (mit Pierre Boulez) bei
den Luzerner Festwochen. 2006 wurde sie zum Mitglied der Akademie der
Künste Berlin gewählt. Im selben Jahr wurde auch ihr Trompetenkonzert
von den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen
uraufgeführt. 2007 hatte "Lost Highway" in New York US-Premiere. 2008
bekam sie den Heidelberger Künstlerinnenpreis für ihre Komposition
"Miramondo multiplo" für Trompete und Orchester verliehen. Im selben
Jahr fand die englische Erstaufführung von "Lost Highway" an der
English National Opera statt, die 2009 mit dem "South Bank Show
Award" ausgezeichnet wurde. Neben ihrer Arbeit als Komponistin ist
Olga Neuwirth auch als Film- und Performancekünstlerin tätig. 2010
wurde Olga Neuwirth mit dem Louis Spohr Musikpreis der Stadt
Braunschweig ausgezeichnet.

PreisträgerInnen seit 2000:
2000 Wilhelm Holzbauer (Architektur)
2001 Gert Jonke (Literatur)
2002 Heinz Karl Gruber (Musik)
2003 Siegfried Anzinger (Bildende Kunst)
2004 Günther Domenig (Architektur)
2005 Hermann Nitsch (Bildende Kunst)
2006 Georg Friedrich Haas (Musik)
2007 Josef Winkler (Literatur)
2008 Karl Prantl (Bildende Kunst)
2009 Brigitte Kowanz (Bildende Kunst)
2010 Olga Neuwirth (Musik)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Pressebüro der Bundesministerin
Mag. Petra Hafner
Tel.: (++43-1) 53 120-5031

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