• 08.04.2010, 09:03:25
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Selbstbehandlung statt Arztbesuch. Was man bedenkenlos machen kann und wo die Grenzen liegen - AUDIO

Baierbrunn (OTS) - Die Vorteile liegen auf der Hand: Nicht lange
im Wartezimmer herumsitzen, keine 10 Euro Praxisgebühr zahlen und
trotzdem beraten werden. Immer mehr Deutsche behandeln leichte
Krankheiten in Eigenregie und sind sicher, dass man nicht wegen jeder
Kleinigkeit zum Arzt rennen muss. Ob bei Kopfschmerzen, Erkältungen,
Blasenentzündungen oder Venenleiden, der Gang führt meistens ohne
Umweg direkt zur Apotheke.

0-Ton: 9 Sekunden (Gespräch über Anwendung von Medikamenten)

Und wie muss ich das einnehmen? Zwei Mal täglich, morgens und
abends, nach dem Essen einnehmen. Am besten machen sie das mit
Leitungswasser. Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

So oder ähnlich verlaufen die Gespräche in einer Apotheke und
Selbstbehandlung liegt im Trend, schreibt der "Senioren Ratgeber".
Kai Klindt, stellvertretender Chefredakteur, erklärt aber, dass es
beim Selbstkurieren auch Grenzen gibt:

0-Ton: 18 Sekunden

Die Voraussetzung für Selbstbehandlung ist immer, dass man die
Beschwerden, die Symptome eindeutig kennt. Wenn man das nicht tut,
wenn die Symptome zum ersten Mal auftreten oder wenn sie sehr stark
sind, dann sollte man lieber erstmal zum Arzt gehen. Das gilt auch,
wenn die Symptome länger anhalten, zum Beispiel ein Husten länger als
eine Woche, auch dann sollte man zum Arzt gehen.

Man sollte beim Kauf von Medikamenten aber das Gespräch mit dem
Apotheker suchen:

0-Ton: 21 Sekunden

Die Beratung in der Apotheke ist ganz wichtig, denn rezeptfrei
heißt nicht risikolos. Es handelt sich ja auch bei rezeptfreien
Präparaten um wirksame Arzneimittel, die können Nebenwirkungen haben,
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Und es ist auch ganz
wichtig, dass man Tipps bekommt zum Umgang mit den Arzneimitteln. Da
machen viele Fehler. Zum Beispiel sollte man bestimmte Abführmittel
nicht mit Milchprodukten zusammen einnehmen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht zu
unterschätzen:

0-Ton: 23 Sekunden

Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Gerade viele ältere Menschen
nehmen ja Medikamente ein, die ihnen der Arzt verschrieben hat und da
kann es auch leicht zu Wechselwirkungen kommen mit rezeptfreien
Präparaten. Es gibt da ein typisches Beispiel: bestimmte
Schmerzmittel haben z.B. eine Blut verdünnende Wirkung und wenn die
Patienten dann schon ein gerinnungshemmendes Präparat von ihrem Arzt
verschrieben bekommen haben, dann kann es da zu Problemen kommen.

Trotz Beratung sollte man natürlich auch den Beipackzettel
gründlich lesen, bevor man das Präparat anwendet, rät der "Senioren
Ratgeber".

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an [email protected].

Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio Service,
sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at

Rückfragehinweis:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: [email protected]
www.wortundbildverlag.de

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