USA/CDC: 13-valenter Pneumokokken-Impfstoff in den USA "ausdrücklich empfohlen"

Wien (OTS) - Während die USA bei der Pneumokokken-Impfung auf höchste Qualität und breitesten Schutz für die Bevölkerung Wert legen, gibt man sich im Rahmen des Österreichischen Impfkonzepts mit Weniger zufrieden. Leider.

Im vergangenen Dezember erfolgte die EU-Zulassung des neuen 13-valenten Konjugat-Impfstoffes PCV13 gegen invasive Pneumokokken-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern aus dem Hause Wyeth, einem Unternehmen der Pfizer Gruppe (für Fachmedien:
Prevenar 13(R)). PCV13 bietet den breitesten Schutz der Pneumokokken-Konjugat-Impfstoffe, weil 13 von 14 Serotypen in Europa (1), die die Krankheit auslösen können, mit ihm abgedeckt werden. Jüngst haben auch die USA, PCV13 nach einem Fast-Track-Registrierungsverfahren die Zulassung erteilt. Fast-Track Zulassungen sind solche mit höchster Dringlichkeitsstufe und finden ausschließlich für Arzneimittel Anwendung, die nachweisbar höchstes Potenzial und größten Wert für die Bevölkerung vereinen.

Nur einen Tag nach der US-Zulassung haben die amerikanischen Centers of Disease Control (CDC) für die USA eine ausdrückliche Empfehlung für die Anwendung von PCV13 abgegeben. (2) Die CDC (www.cdc.gov) sind Teil des amerikanischen Department of Health & Human Services und die wichtigste Organisation, wenn es in Amerika um Fragen der öffentlichen Gesundheit geht.

Die USA gehen aber noch einen Schritt weiter: Alle Kinder bis fünf Jahre, die bislang mit dem Vorgänger-Impfstoff PCV7 (für Fachmedien:
Prevenar(R)) geimpft wurden, erhalten eine Dosis PCV13 nachgeimpft. (2) Damit soll ihr Risiko, an einer Pneumokokken-Infektion zu erkranken, nochmals drastisch gesenkt werden, denn PCV7 wirkt zwar gegen sieben Serotypen des Erregers, PCV13 enthält aber sechs weitere Serotypen. (3) In den Jahren 2001-2007 wurden in Österreich 72% aller invasiven Pneumokokken-Erkrankungen durch die in PCV7 enthaltenen Serotypen abgedeckt. Durch die in PCV13 enthaltenen zusätzlichen 6 Serotypen kann die Abdeckung um 23% erhöht werden. (4)

Impfung: Breitester Schutz nur durch PCV13

PCV13 ist das Nachfolgeprodukt des Wyeth-Impfstoffes PCV7, der seit langem international als Goldstandard zur Verhinderung von Pneumokokken-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern galt. PCV13 ist der einzige Impfstoff, in dem die Serotypen 19 A und 3 enthalten sind. (3) Serotyp 19 A ist ein häufiger Verursacher schwerwiegender invasiver Pneumokokken-Erkrankungen sowie akuter Otitis media und weist bereits in vielen Ländern eine multiple Antibiotikaresistenz auf. (5) Serotyp 3 ist lt. der Nationalen Referenzzentrale für Pneumokokken im Jahr 2008 der in Österreich am häufigsten auftretende Serotyp. (6) Damit trägt PCV13 auch der aktuellen Epidemiologie Rechnung.

Österreich hinkt nach - Darf Gesundheitsschutz eine Preisfrage sein?

Derzeit erstatten 48 Länder - darunter 21 in Europa - die Pneumokokken-Impfung für Säuglinge und Kleinkinder auf Kosten der öffentlichen Hand. In Österreich werden dahingegen seit Jahren lediglich Impfungen bei sogenannten "Risikokindern" (7) erstattet. Aus Kostengründen kommt derzeit für Risikokinder ein Impfstoff zum Einsatz, der nachweislich eine niedrigere Serotypen-Abdeckung in Österreich hat (8) und somit nicht den bestmöglichen Schutz bietet. In allen anderen Fällen müssen nach wie vor die Eltern für die Impfung aufkommen, obwohl auch im österreichischen Impfplan 2010 für Säuglinge und Kleinkinder die Pneumokokken-Impfung neuerlich ausdrücklich empfohlen wird. PCV13 ist in Österreich zugelassen und verfügbar.

Warum Pneumokokken-Infektionen so gefährlich sind

Pneumokokken-Erkrankungen allein kosten lt. Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich 1,6 Millionen Menschen das Leben, darunter bis zu einer Million Kinder unter fünf Jahren. (9) Mehr als 90 Prozent dieser Todesfälle treten in Entwicklungsländern auf. Kinder unter zwei Jahren und Ältere über 60 sind besonders gefährdet, sofern sie nicht einen Impfschutz aufweisen.

Die Folgen einer Pneumokokken-Infektion können dramatisch sein:
das Spektrum reicht von invasiven Pneumokokken-Erkrankungen wie z.B. lebensbedrohlichen Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen bis hin zu Lungen- und Mittelohrentzündungen.

Über Wyeth

Wyeth, ein Unternehmen der Pfizer Gruppe, ist weltweit eines der größten forschenden Arzneimittel- und Gesundheitsvorsorgeunternehmen, in dem über 50.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der Forschung und Entwicklung von innovativen, verschreibungspflichtigen Präparaten, wofür jährlich rund drei Milliarden US-Dollar investiert werden. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Rheumatologie, Dermatologie, Impfstoffe, zentrales Nervensystem, Frauengesundheit, Infektiologie, Hämophilie, Transplantationsmedizin und Onkologie.

Quellen/Referenzen:

Rückfragen & Kontakt:

Anette Kearns
Product Manager Vaccines
Wyeth Lederle Pharma GmbH,
ein Unternehmen der Pfizer Gruppe.
Tel.: +43 1/89 114 301
Mail: anette.kearns@pfizer.com

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