- 07.04.2010, 14:35:09
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LR Martinz: KWF-Jahresbericht wirft viele Fragen auf
Wirtschaftsförderung wird völlig intransparent dargestellt. Gesamt-Evaluierung des KWF wird ausgeschrieben.
Klagenfurt (OTS) - "Die KWF-Vorstände haben es diesmal geschafft,
den Jahresbericht zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle
abzuliefern. Aber sie haben es nicht geschafft, die
Wirtschaftsförderung für das Jahr 2009 transparent darzustellen",
sagt LR Josef Martinz heute.
Denn wieder wurden in die Fördersumme für Klein- und Kleinstbetriebe
die Budgets für die landesnahen Gesellschaften wie EAK, CTR, Lake
Side Labs und Kompetenzzentren eingerechnet. "Knapp 60 % der
angegebenen Fördermittel fließen zu den Kärntner Betrieben. Über 40 %
gehen an die landesnahen Gesellschaften", weist Martinz hin.
2009 haben 4 % (1.126) aller Kärntner Betriebe Förderungen vom KWF
erhalten. Von 23.677 Kärntner Kleinstbetrieben erhielten im Rahmen
der Kleinstgewerberichtlinie lediglich 522 Unternehmen eine Förderung
mit einem Gesamtvolumen von 2 Mio. Euro. Das sind 4 % des gesamten
KWF-Budgets.
Daher sehe sich Martinz auch in seiner Forderung bestätigt, den KWF
als Ganzes evaluieren zu lassen und die Evaluierung öffentlich
auszuschreiben. Die letzte Evaluierung liege 10 Jahre zurück. Bis
dato habe der KWF eine teilweise Evaluierung selbst ausgeschrieben.
Derzeit werde die Ausschreibung der Evaluierung durch die
Landesholding vorbereitet.
Der KWF verfüge laut Martinz derzeit über 32 Mitarbeiter und zwei
Geschäftsführer, der Personal- und Marketingaufwand belaufe sich auf
2,4 Mio. Euro. Der KWF hat 2009 insgesamt 1.126 Förderfälle
abgewickelt. "Das ist pro Mitarbeiter einfach gerechnet ein
Förderfall pro Woche. Pro Förderfall würden 1.800 Euro an
Personalkosten zustande kommen", rechnet Martinz vor.
Markant sticht im Jahresbericht 2009 das Geschäftsfeld
Unternehmensgründungen und Betriebsansiedelungen ins Auge: 6 Mio.
Euro wurden aufgewendet, 4,3 Mio. Euro davon wurden für 5
Betriebsansiedelungen ausgezahlt (S 55 im Geschäftsbericht). 118
Kleinstbetriebe erhalten im Vergleich dazu lediglich 457.000 Euro aus
diesem Geschäftsfeld. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Volkspartei
Tel.: +43 (0)463 5862 14, Fax: +43 (0)463 5862 17
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