- 07.04.2010, 12:17:32
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Aufgedeckt: Die geheimen Absprachen beim Hypo-Deal
Belege: Wie Banker und Politik die Hypo-Übernahme heimlich einfädelten
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner
morgen erscheinenden Ausgabe umfassend über bisher verheimlichte
Absprachen im Vorfeld der Übernahme der Hypo Alpe Adria durch die
BayernLB.
Die Münchner Ermittlungsbehörden gehen mittlerweile dem Verdacht
nach, dass beim Kauf der Hypo durch die BayernLB Vermögen der
BayernLB veruntreut worden sei. Den bayerischen Steuerzahlern kostete
das Hypo-Abenteuer der BayernLB bisher rund 3,5 Milliarden Euro.
So wird jetzt klar, dass der damalige BayernLB Chef Werner Schmidt
bereits am 19. Dezember 2006 von der Firma des Investors und späteren
Hypo-Chefs Tilo Berlin vertrauliche Unterlagen zum Projekt Hypo Alpe
Adria bekommen hatte. Drei Tage später schrieb Berlins Firma an
Walter Meischberger ein Email, in welchem dem damaligen
Finanzminister Karl-Heinz Grasser der Zeichnungsschein für einen
Genussschein für eine Investition bei der Hypo über Berlin
übermittelt wurde.
Am 19. Jänner 2007 kam es zu einem Treffen zwischen Schmidt,
Berlin und dem früheren Hypo-Chef Wolfgang Kulterer. Am 31. Jänner
2007 trafen sich in München Schmidt, Berlin, Kulterer und weitere
Manager um "das Interesse der BayernLB am Erwerb der Hypo" zu
erörtern. Bereits am 12. Feber 2007 wurde einer erste interne
Bewertung der Hypo bei der BayernLB vorgenommen.
Am 15. Februar 2007 trafen sich Schmidt, Kulterer, Berlin und Jörg
Haider. Hintergrund: Ein Mehrheitserwerb durch die Bayern war nur
möglich, wenn auch das Land Anteile an der Hypo verkauft.
Am 22. Mai 2007 unterschreibt Schmidt die Verträge zum Kauf der
Hypo. Erst am 27. Mai 2007 legt die Österreichische Nationalbank
einen kritischen Prüfbericht vor, in dem Missstände kritisiert
werden. Dass die ÖNB prüft war allen Beteiligten seit Monaten
bekannt.
Am 12. Juli 2007 ist Jörg Haider als Zeuge im Kärntner
Hypo-U-Ausschuss geladen. Er behauptet jetzt, erst "am 20. oder 26.
März 2007" vom Interesse der Bayern an der Hypo erfahren zu haben.
Insider-Vorwürfe werden im U-Ausschuss auch von Tilo Berlin
zurückgewiesen.
Am 23. April 2008 wird Werner Schmidt, der die BayernLB
zwischenzeitig verlassen musste, Berater bei der Hypo. Den
Beratervertrag unterschreibt unter anderem Tilo Berlin.
Rückfragehinweis:
NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143
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