Ein gescheiter Obmann ist gar nicht blöd! (von Ralf Mosser)

Ausgabe 7. April 2010

Klagenfurt (OTS) - Zu wenig volksnah, zu wenig charismatisch, zu weit links, zu intellektuell und vor allem zu gescheit - viele SPÖ-Funktionäre hatten mehr oder weniger nachvollziehbare Motive, weshalb sie Peter Kaiser nicht für den richtigen Landesparteivorsitzenden hielten. Wenn man sich die ersten Tage des neuen Chefs anschaut, kann man sagen: die Vorbehalte waren unbegründet. Seine klare Ansage, dass er jede Diskreditierung eines Spitzenfunktionärs durch einen Parteifreund als Angriff auf die SPÖ als solches werten und keinen Pardon kennen würde, hat gesessen. Die stärkere Einbeziehung seiner Stellvertreter in die politische Arbeit und seine Personalentscheidungen zeigen von strategischem Geschick und politischem Gespür. Der Start ist jedenfalls geglückt und vielleicht haben jetzt sogar in der SPÖ alle kapiert, dass ein gescheiter Obmann gar nicht blöd ist.

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