Vom "Heil" des Vorgestern ...

Klagenfurt (OTS) - Es ist ziemlich abenteuerlich, was Rudolf
Gehring - der immerhin von sich behauptet, es in die Stichwahl um das Präsidentenamt schaffen zu wollen - an Wortspenden zu bieten hat. Er macht sich Sorgen um die Kinderhirne; wünscht ein Zuhausebleiben aller Mamas Österreichs bis zum dritten Geburtstag des Nachwuchses; fordert ein Müttergehalt, das sich am Pflegegeld orientiere, weil ein Kleinkind "ein hundertprozentiger Pflegefall" sei. Sic. So wahr Gehring Rudolf heißt und der Christlichen Partei Österreichs vorsteht. - Nun, man könnte derlei Aussagen samt und sonders mit Ignoranz strafen, wäre da nicht Barbara Rosenkranz, zehnfache Mutter, die ein ähnlich fatalistisch rückwärtsgewandtes Denkschema leitet. Rosenkranz wurde von der FPÖ nicht aus Not am Manne, sondern mit der Aufgabe "Schüren urkonservativer Gesellschaftsbilder" gezielt, aus Kalkül, in den Wahlkampf gebeten. Kalkül, weil in Zeiten sozialpolitischer Krisen die Menschenseelen ganz besonders empfindsam sind für solcherart vermeintliche Vergangenheitsglorifizierung: Das "Heil" liege im Damals, die Gegenwart sei Gefahr, der Fortschritt der Untergang - während am Begleitplakat ihr Parteichef HC sein "Wir lassen uns nichts dreinreden"-Lächeln lächelt ...

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