- 02.04.2010, 20:55:20
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Vom "Heil" des Vorgestern ...
Klagenfurt (OTS) - Es ist ziemlich abenteuerlich, was Rudolf
Gehring - der immerhin von sich behauptet, es in die Stichwahl um das
Präsidentenamt schaffen zu wollen - an Wortspenden zu bieten hat. Er
macht sich Sorgen um die Kinderhirne; wünscht ein Zuhausebleiben
aller Mamas Österreichs bis zum dritten Geburtstag des Nachwuchses;
fordert ein Müttergehalt, das sich am Pflegegeld orientiere, weil ein
Kleinkind "ein hundertprozentiger Pflegefall" sei. Sic. So wahr
Gehring Rudolf heißt und der Christlichen Partei Österreichs
vorsteht. - Nun, man könnte derlei Aussagen samt und sonders mit
Ignoranz strafen, wäre da nicht Barbara Rosenkranz, zehnfache Mutter,
die ein ähnlich fatalistisch rückwärtsgewandtes Denkschema leitet.
Rosenkranz wurde von der FPÖ nicht aus Not am Manne, sondern mit der
Aufgabe "Schüren urkonservativer Gesellschaftsbilder" gezielt, aus
Kalkül, in den Wahlkampf gebeten. Kalkül, weil in Zeiten
sozialpolitischer Krisen die Menschenseelen ganz besonders empfindsam
sind für solcherart vermeintliche Vergangenheitsglorifizierung: Das
"Heil" liege im Damals, die Gegenwart sei Gefahr, der Fortschritt der
Untergang - während am Begleitplakat ihr Parteichef HC sein "Wir
lassen uns nichts dreinreden"-Lächeln lächelt ...
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