• 02.04.2010, 12:04:39
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Bures setzt Kindersicherungs-Offensive im Straßenverkehr fort

Broschüre zu richtiger Kindersicherung in allen Baby-Startpaketen - Anzahl ungesicherter Kinder um 17,4 Prozent gesunken

Wien (OTS/BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures setzt ihre
Offensive für mehr Kindersicherheit im Straßenverkehr fort. Ihre
nächste Initiative startet jetzt im April, in ganz Österreich werden
den Baby-Startpaketen Broschüren beigelegt, in denen erklärt wird,
wie man sein Kind im Auto richtig sichert. Insgesamt werden jährlich
rund 77.000 Broschüren in Boxen verschickt. "Schon vor der ersten
Ausfahrt, sollen die Eltern wissen, wie sie ihr Baby richtig
sichern", so Bures. "Ein ungesichertes Kind ist enormen Gefahren
ausgesetzt, die Folgen bei einem Unfall sind oft fatal. Für mich
steht daher im Vordergrund, für größtmögliche Sicherheit für unsere
kleinsten VerkehrsteilnehmerInnen zu sorgen." ****

17 Prozent weniger Verstöße gegen Kindersicherungspflicht

Die Verkehrsministerin hat bereits etliche Maßnahmen im Bereich der
Kindersicherung gesetzt - die auch Wirkung zeigen. Wie aus der
Einsatzstatistik der Polizei für das Jahr 2009 hervorgeht, sind die
Anzeigen aufgrund ungesicherter Kinder um 17,4 Prozent gesunken. Hat
es im Jahr 2008 noch 9.031 Verstöße gegen die Kindersicherungspflicht
gegeben, so waren es 2009 7.461 Verstöße. "Diese Zahlen zeigen, dass
der Weg, den wir eingeschlagen haben, richtig ist. Diesen Kurs möchte
ich auch konsequent fortsetzen", so Bures.

251 weniger verletzte Kinder, drei Todesfälle mehr

Ein Rückgang ist auch bei Unfällen zu verzeichnen, bei denen Kinder
verletzt wurden: Die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Kinder
ging 2009 um 251 zurück. Es gab 2.938 Straßenverkehrsunfälle mit
Kindern unter 14. Jahren (minus 5,9%), 3.182 Kinder (-7,3%) wurden
verletzt, womit das bisher niedrigste Ergebnis seit Beginn der
Aufzeichnungen vorliegt. Einen Anstieg gab es leider bei Unfällen mit
Todesfolgen: Im vergangenen Jahr kamen 15 Kinder ums Leben, das sind
drei mehr als 2008. Insgesamt ist aber auch hier der Trend
rückläufig; 2006 haben 23 Kinder ihr Leben im Straßenverkehr
verloren. Die meisten der 2009 verstorbenen Kinder kamen als
Pkw-Insassen (6) ums Leben, 4 als Fußgänger, 3 als Radfahrer, und je
ein Kind als Traktor-Mitfahrer und am Kinderdreirad.

Bei Frontalunfall mit 50 km/h wirkt 30-faches Körpergewicht auf
Pkw-Insassen

Wie wichtig die richtige Kindersicherung ist, führen Studien
drastisch vor Augen: Bei einem frontalen Aufprall mit einer
Geschwindigkeit von 50 km/h wird ein ungesichertes Kind mit dem
30-Fachen seines Körpergewichts nach vorne geschleudert. Das
entspricht einem Sturz aus dem dritten Stock. Bereits mit 15 km/h
kann ein Aufprall für ein ungesichertes Kind tödlich enden.

Kindersicherung wirkt
Seit Einführung der Kindersicherungspflicht im Jahr 1994 ist die
Quote gesichert mitgeführter Kinder stetig gestiegen. Die Wirksamkeit
der Kindersicherung im Pkw belegen folgende Zahlen: Während von den
gesichert mitgeführten Kindern, die bei Unfällen Verletzungen
erlitten, 4,4 Prozent schwere oder tödliche Verletzungen erlitten,
waren es bei den ungesicherten Kindern 14,5 Prozent (Q: Statistik
Austria).

Neue Initiativen im Bereich Kindersicherung

Von 2006 auf 2007 hat sich die Zahl der ungesicherten Kinder im Auto
fast verdoppelt (2006: 9,2 Prozent der Kinder ungesichert, 2007: 18,5
Prozent). Die mangelhafte Sicherung von Kindern im Auto ist das
zweithäufigste Vormerkdelikt (nach 0,5 Promille). Deshalb hat
Ministerin Doris Bures gleich nach Amtsantritt gehandelt.

* Kindersicherungsseminare im Rahmen des Vormerksystems: bei zwei
Vormerkungen wird das Seminar verordnet (Kindersicherung geht jedem
Delikt vor, außer Alkohol und mangelnder Sicherheitsabstand).
Seminare können auch jederzeit in den Autofahrerclubs und Fahrschulen
freiwillig besucht werden. Seit 1. September 2009 musste aufgrund der
vorgemerkten Delikte bei 210 Personen ein Kindersicherungskurs als
besondere Maßnahme angeordnet werden.

* Eine Broschüre zur Kindersicherung wurde aufgelegt und auch in den
Bundesländern Wien und Steiermark den Baby-Startpaketen beigelegt.
Jetzt wird die Initiative auf ganz Österreich ausgeweitet.

* Damit die Sprache keine Barriere darstellt, gibt es auch einen
Info-Folder zur richtigen Kindersicherung auf deutsch und in zehn
Fremdsprachen.

* Plakate, welche die Bedeutung richtiger Kindersicherung in
Erinnerung rufen, wurden neben Autobahnen affichiert.

* Nur moderne und hochwertige Kindersitze garantieren größten Schutz.
Deshalb hat Ministerin Bures durch eine Änderung der KDV
(Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung) den Verkauf von alten
Kindersitzen (unter Norm 44.04) verboten. Verwendet werden dürfen
Kindersitze, die mit der Prüfnummer 03 und 04 beginnen. Außerdem wird
der Handel mit gebrauchten Sitzen auch durch Privatpersonen
eingeschränkt.

Downloads:

Kindersicherungs-Broschüre:
www.bmvit.gv.at/service/publikationen/verkehr/strasse/downloads/brosc
huere/sicherunterwegs.pdf

Kindersicherungs-Folder:
www.bmvit.gv.at/service/publikationen/verkehr/strasse/downloads/folde
r/sicherunterwegs.pdf

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Susanna Enk, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]

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