Glückspielumfrage: Österreicher für mehr Beschränkungen

Mehrheit gegen Ausweitung der Spielstätten - Begrenzung der Glückspielautomaten gefordert

Wien (OTS) - Das Thema Glücksspiel lässt zurzeit die Gemüter hochgehen. Die Novellierung des Glücksspielgesetzes beschäftigt nicht nur die Verantwortlichen im Finanzministerium, seit Wochen werden sämtliche Änderungen und mögliche Neuerungen in den österreichischen Medien diskutiert. Während sich die Politik auf keinen Wortlaut einigen kann, wissen die Bürger des Landes offenbar bereits genau, was sie vom Glücksspielgesetz verlangen: mehr Beschränkungen und keine zusätzlichen Spielstätten.

Die ÖsterreicherInnen wollen einen gesetzlich streng geregelten Glücksspielmarkt mit genauen Kontrollen und hohem Spielerschutz. Das ist eines der Ergebnisse der vom Meinungsforschungsinstitut euroSEARCH dialog im Februar und März unter 500 20 - 60- jährigen Personen durchgeführten Umfrage zum Thema Glücksspiel.

Für die Mehrheit der Befragten (63 Prozent) gibt es jetzt schon zu viele Glücksspielmöglichkeiten in Österreich. Deshalb verwundert nicht, dass ganze 96 Prozent fordern, die Zahl der Casinos und Glücksspielautomaten weiterhin gesetzlich zu begrenzen. Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, so euroSEARCH Chairman Reinhold Henke, dass es für eine Ausweitung der Spielmöglichkeiten, wie dies gesetzlich beabsichtigt ist, keinen Bedarf gibt.

Gleichzeitig meinen 54 Prozent der Befragten, dass die gegenwärtigen Gesetze und Kontrollen unzureichend seien. 39 Prozent glauben zwar, dass die gesetzlichen Regelungen ausreichen, ihnen fehlen aber wiederum ausreichende Kontrollen, die diese umsetzen. Lediglich 8 Prozent der ÖsterreicherInnen glauben, die Regelung des Marktes sei ausreichend und bedürfte keiner Anpassung.

Dass den Befragten der Spielerschutz am Herzen liegt, kommt nicht von ungefähr. Immerhin geben drei von vier Befragten an, jemanden von Spielsucht Betroffenen zu kennen, allerdings bezeichnet sich nur ein verschwindender Prozentsatz selbst als spielsüchtig. Deshalb fordern auch 97 Prozent in Spielautomatenstätten Zugangsbeschränkungen für Jugendliche. Denn während Jugendliche in Casinos keinen Zutritt haben, ist der Zugang zu Spielautomatenhallen und Automatensalons ohne weiteres möglich.

Deshalb fordern 97 Prozent auch in Spielautomatenstätten Zugangsbeschränkungen für Jugendliche. Bei der Frage, welche Kontrolle von Glückspielanbietern es geben sollte, unterstützen 22 Prozent der Befragten die direkte online Anbindung der Spielautomaten an Behörden, ebenfalls 22 Prozent sprechen sich für Zutrittssysteme mit namentlich registrierten Spielerkarten aus und 28 Prozent meinen, regelmäßige behördliche Überprüfungen der Spiellokale würden ausreichen. Weitere 28 Prozent treten
für eine Reduktion auf wenige Anbieter mit strengen Auflagen ein.

Für jeden Zweiten sind übrigens Betrügereien und Geldwäsche im Zusammenhang mit Glücksspiel ein echtes Problem. Dieses Verhältnis bildet auch gut die Marktrealität in Österreich ab. Während es teils gesetzlich konforme, anerkannte Glücksspielanbieter gibt, sorgen unseriöse Mitbewerber mit rechtlich ungeklärter Grundlage für Verunsicherung.

Die entsprechenden Ergebnisgrafiken finden sie unter http://www.dialogumfrage.at

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