• 02.04.2010, 08:59:33
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Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" vor dem Abschluss: 25 neue Pläne 2010 fertig

Wien (OTS) - Bis September 2010 werden 25 Volksschulen durch die
Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" der AUVA Landesstelle
Wien in Zusammenarbeit mit der MA 46 ihre Schulwegpläne erhalten.
Damit sind knapp 90 Prozent aller Volksschulen ausgestattet. 2011
plant die AUVA Landesstelle Wien, die noch fehlenden 28 Wiener
Volksschulen mit Schulwegplänen zu versorgen. Damit ist die Aktion
abgeschlossen. Der Unfallverhütungsdienst wird die Schulwegpläne nach
dem Abschluss der Erstausstattung laufend aktualisieren.

Die Prävention von Unfällen auf dem Schulweg ist für die AUVA ein
wichtiges Anliegen: Im siebenten Jahr der AUVA Aktion "Schulwegpläne
für Wiener Volksschulen" werden bis September 2010 weitere 25 Wiener
Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen versorgt sein. Von den 269
Wiener Volksschulen haben sich 264 für eine Teilnahme an der Aktion
Schulwegpläne interessiert. Bis jetzt nahmen 236 das Angebot von AUVA
und MA 46 an, aktuelle Schulwegpläne für ihre Schüler zu erstellen.
AUVA Projektleiterin Judith Wölfl vom Unfallverhütungsdienst der
Landesstelle Wien hofft, im kommenden Jahr die noch fehlenden 28
Volksschulen ausstatten zu können. 2011 wird die Erstausstattung für
alle Wiener Volksschulen abgeschlossen sein.

Ziel der Aktion der AUVA Landesstelle Wien ist es, mit Hilfe der
Schulwegpläne Schulwegunfälle zu verhindern. Internationale Studien
haben gezeigt, dass Schulwegpläne eine wichtige Rolle zur Senkung von
Schulwegunfällen spielen.

Die AUVA übernimmt drei Viertel der Kosten, die Bezirke steuern
pro Schule einmalig 1.000 Euro bei. Derzeit laufen die Vorarbeiten
für eine Volksschule im 13. Bezirk, für je drei Volksschulen im 3.
und im 19. Bezirk, für vier im 23. Bezirk und für sieben im 10. und
im 21. Bezirk. Achtzehn Bezirke - der 1., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9.,
11., 12., 14., 15., 16., 17., 18., 20., 21. und 22. Bezirk - und 179
Schulen sind bis September 2010 komplett ausgestattet.

Jedes Schulkind bekommt zu Schulbeginn einen leicht lesbaren und
handlichen Schulwegplan. Jeder Plan enthält die sicherste(n) Route(n)
zur jeweiligen Schule. Die Gefahrenstellen sind eingezeichnet und
farblich hervorgehoben. Fotos und Verhaltenstipps geben wichtige
Hinweise, um den Schulweg sicher zu bewältigen. Vor allem für
Schuleinsteiger ist dies besonders wichtig.

Die Pläne zeigen Eltern und Kindern:

- auf welcher Straßenseite gegangen werden soll,
- wo die Fahrbahn am sichersten überquert werden kann und
- jene Gefahrenstellen, die möglichst zu meiden sind.

Die Schulen erhalten den Schulwegplan in Großformat. Dieser soll
den optimalen Schulweg an prominenter Stelle im Eingangsbereich vor
Augen führen und im Verkehrsunterricht eingesetzt werden.
Schulexperten des AUVA Unfallverhütungsdienstes stehen anlässlich der
Übergabe der neuen Schulwegpläne bei Elternabenden für Fragen zur
Verfügung. Außerdem sind die Pläne im Internet zu finden und als
pdf-File herunter zu laden unter http://www.ots.at/redirect/auva

Die Elternbefragung: Eckpfeiler der Aktion

Die Erhebung der Schulwegrouten durch Eltern-Fragebögen zu
Jahresbeginn ist ein Eckpfeiler der Aktion. Das Interesse ist
anhaltend sehr groß: 2010 wurden von 6.430 verteilten Fragebögen
4.090 retourniert (Rücklaufquote von 64 Prozent). Erhoben werden die
Verkehrsmittel am Hin- und Rückweg, die Distanz zwischen Wohnung und
Schule, ob die Kinder begleitet werden, die Lage und Art der
Gefahrenstellen - zusätzlich sind Verbesserungsvorschläge erbeten.
Die Antworten geben dem Begehungsteam wesentlichen Aufschluss über
den Einzugsbereich der zu Fuß kommenden Kinder aber auch über die Art
und Lage der Gefahrenstellen im Umfeld der Schule.

Die Auswertung der Fragebögen dieses Jahres ist abgeschlossen. Die
am meisten genannten Gefahrenstellen/-bereiche waren - wie auch schon
in den Vorjahren:

 - rücksichtslose, zu schnelle Autofahrer,
 - fehlende Ampeln, Zebrastreifen und Schülerlotsen bei 
   Querungsstellen,
 - schwierige, unübersichtliche Kreuzungen,
 - zu schmale Gehwege sowie
 - Sichthindernisse.

Verbesserungswünsche auf einen Blick:

- mehr Ampeln, Zebrastreifen, Schulwegsicherung etc.,
 - mehr Kontrollen durch die Exekutive,
 - bauliche Verbesserungen wie Verbreiterung von Gehsteigen, 
   Verlangsamung des Kfz-Verkehrs durch Aufpflasterungen etc.,
 - mehr Rücksicht von anderen Eltern, die Kinder mit dem Pkw in die
   Schule bringen.

Die Erhebung ist Basis für die Arbeit der Experten aus
Verkehrsplanung, Exekutive und Unfallverhütung, die diese Routen und
die Angaben über Art und Lage der Gefahrenstellen im Schulumfeld
analysieren, Verbesserungen empfehlen und Sicherheitstipps für die
Kinder ausarbeiten. Parallel wird versucht, die Gefahrenstellen so
schnell wie möglich zu beseitigen. Das Projekt läuft in enger
Zusammenarbeit mit den Bezirksvorstehungen, der MA 46, den Eltern und
den Schulen.

Weiterführende Infos sind im Internet unter: www.auva.at/sicherlernen
Untermenüpunkt Schul-Info > Schulwegpläne Wien.

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen
Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Mio. Arbeiter,
1,6 Mio. Angestellte, rund 400.000 Selbständige sowie 1,3 Mio.
Schüler und Studenten. Die AUVA Landesstelle Wien betreut mit zwei
Außenstellen in St. Pölten und Oberwart 42 Prozent aller Versicherten
der AUVA. Jährlich werden rund 170 Millionen Euro an finanziellen
Leistungen ausbezahlt. Die Wiener AUVA Unfallkrankenhäuser Meidling
und Lorenz Böhler versorgen pro Jahr rund 130.000 Verletzte und mehr
als 50 Prozent aller Unfallpatienten in Wien mit modernsten
medizinischen, technischen und pflegerischen Methoden.

Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung
überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4
Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur
Höchstbeitragsgrundlage von 4.110 Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich
damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention
- also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die weiteren Kernbereiche
Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von
Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als
"Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf
beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von
Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es
immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv
Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über
Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber
und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung
von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden
2009 rund 65 Mio. Euro investiert.

Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, GWK,
Tel.: 02242-38300, 0676-33 24 879
E-Mail: gabriela.wuerth.gwk@utanet.at

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