Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" vor dem Abschluss: 25 neue Pläne 2010 fertig

Wien (OTS) - Bis September 2010 werden 25 Volksschulen durch die Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" der AUVA Landesstelle Wien in Zusammenarbeit mit der MA 46 ihre Schulwegpläne erhalten. Damit sind knapp 90 Prozent aller Volksschulen ausgestattet. 2011 plant die AUVA Landesstelle Wien, die noch fehlenden 28 Wiener Volksschulen mit Schulwegplänen zu versorgen. Damit ist die Aktion abgeschlossen. Der Unfallverhütungsdienst wird die Schulwegpläne nach dem Abschluss der Erstausstattung laufend aktualisieren.

Die Prävention von Unfällen auf dem Schulweg ist für die AUVA ein wichtiges Anliegen: Im siebenten Jahr der AUVA Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" werden bis September 2010 weitere 25 Wiener Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen versorgt sein. Von den 269 Wiener Volksschulen haben sich 264 für eine Teilnahme an der Aktion Schulwegpläne interessiert. Bis jetzt nahmen 236 das Angebot von AUVA und MA 46 an, aktuelle Schulwegpläne für ihre Schüler zu erstellen. AUVA Projektleiterin Judith Wölfl vom Unfallverhütungsdienst der Landesstelle Wien hofft, im kommenden Jahr die noch fehlenden 28 Volksschulen ausstatten zu können. 2011 wird die Erstausstattung für alle Wiener Volksschulen abgeschlossen sein.

Ziel der Aktion der AUVA Landesstelle Wien ist es, mit Hilfe der Schulwegpläne Schulwegunfälle zu verhindern. Internationale Studien haben gezeigt, dass Schulwegpläne eine wichtige Rolle zur Senkung von Schulwegunfällen spielen.

Die AUVA übernimmt drei Viertel der Kosten, die Bezirke steuern pro Schule einmalig 1.000 Euro bei. Derzeit laufen die Vorarbeiten für eine Volksschule im 13. Bezirk, für je drei Volksschulen im 3. und im 19. Bezirk, für vier im 23. Bezirk und für sieben im 10. und im 21. Bezirk. Achtzehn Bezirke - der 1., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 11., 12., 14., 15., 16., 17., 18., 20., 21. und 22. Bezirk - und 179 Schulen sind bis September 2010 komplett ausgestattet.

Jedes Schulkind bekommt zu Schulbeginn einen leicht lesbaren und handlichen Schulwegplan. Jeder Plan enthält die sicherste(n) Route(n) zur jeweiligen Schule. Die Gefahrenstellen sind eingezeichnet und farblich hervorgehoben. Fotos und Verhaltenstipps geben wichtige Hinweise, um den Schulweg sicher zu bewältigen. Vor allem für Schuleinsteiger ist dies besonders wichtig.

Die Pläne zeigen Eltern und Kindern:

  • auf welcher Straßenseite gegangen werden soll,
  • wo die Fahrbahn am sichersten überquert werden kann und
  • jene Gefahrenstellen, die möglichst zu meiden sind.

Die Schulen erhalten den Schulwegplan in Großformat. Dieser soll den optimalen Schulweg an prominenter Stelle im Eingangsbereich vor Augen führen und im Verkehrsunterricht eingesetzt werden. Schulexperten des AUVA Unfallverhütungsdienstes stehen anlässlich der Übergabe der neuen Schulwegpläne bei Elternabenden für Fragen zur Verfügung. Außerdem sind die Pläne im Internet zu finden und als pdf-File herunter zu laden unter http://www.ots.at/redirect/auva

Die Elternbefragung: Eckpfeiler der Aktion

Die Erhebung der Schulwegrouten durch Eltern-Fragebögen zu Jahresbeginn ist ein Eckpfeiler der Aktion. Das Interesse ist anhaltend sehr groß: 2010 wurden von 6.430 verteilten Fragebögen 4.090 retourniert (Rücklaufquote von 64 Prozent). Erhoben werden die Verkehrsmittel am Hin- und Rückweg, die Distanz zwischen Wohnung und Schule, ob die Kinder begleitet werden, die Lage und Art der Gefahrenstellen - zusätzlich sind Verbesserungsvorschläge erbeten. Die Antworten geben dem Begehungsteam wesentlichen Aufschluss über den Einzugsbereich der zu Fuß kommenden Kinder aber auch über die Art und Lage der Gefahrenstellen im Umfeld der Schule.

Die Auswertung der Fragebögen dieses Jahres ist abgeschlossen. Die am meisten genannten Gefahrenstellen/-bereiche waren - wie auch schon in den Vorjahren: - rücksichtslose, zu schnelle Autofahrer, - fehlende Ampeln, Zebrastreifen und Schülerlotsen bei Querungsstellen, - schwierige, unübersichtliche Kreuzungen, - zu schmale Gehwege sowie - Sichthindernisse.

Verbesserungswünsche auf einen Blick:

  • mehr Ampeln, Zebrastreifen, Schulwegsicherung etc.,
  • mehr Kontrollen durch die Exekutive,
  • bauliche Verbesserungen wie Verbreiterung von Gehsteigen, Verlangsamung des Kfz-Verkehrs durch Aufpflasterungen etc.,
  • mehr Rücksicht von anderen Eltern, die Kinder mit dem Pkw in die Schule bringen.

Die Erhebung ist Basis für die Arbeit der Experten aus Verkehrsplanung, Exekutive und Unfallverhütung, die diese Routen und die Angaben über Art und Lage der Gefahrenstellen im Schulumfeld analysieren, Verbesserungen empfehlen und Sicherheitstipps für die Kinder ausarbeiten. Parallel wird versucht, die Gefahrenstellen so schnell wie möglich zu beseitigen. Das Projekt läuft in enger Zusammenarbeit mit den Bezirksvorstehungen, der MA 46, den Eltern und den Schulen.

Weiterführende Infos sind im Internet unter: www.auva.at/sicherlernen Untermenüpunkt Schul-Info > Schulwegpläne Wien.

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Mio. Arbeiter, 1,6 Mio. Angestellte, rund 400.000 Selbständige sowie 1,3 Mio. Schüler und Studenten. Die AUVA Landesstelle Wien betreut mit zwei Außenstellen in St. Pölten und Oberwart 42 Prozent aller Versicherten der AUVA. Jährlich werden rund 170 Millionen Euro an finanziellen Leistungen ausbezahlt. Die Wiener AUVA Unfallkrankenhäuser Meidling und Lorenz Böhler versorgen pro Jahr rund 130.000 Verletzte und mehr als 50 Prozent aller Unfallpatienten in Wien mit modernsten medizinischen, technischen und pflegerischen Methoden.

Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 4.110 Euro) als Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention - also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die weiteren Kernbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2009 rund 65 Mio. Euro investiert.

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