Achtung AutofahrerInnen! Jetzt sind wieder mehr RadfahrerInnen unterwegs!

RadlerInnen appellieren an alle AutofahrerInnen

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte aller Autofahrten in der Stadt sind kürzer als 5 km, daher ist das Fahrrad gerade für die Bewältigung dieser Kurzstrecken ideal, dazu kommt der Gewinn für die eigene Gesundheit, für die Umwelt und das Klima! Das ist wohl auch ein Grund, dass pünktlich zu Frühlingsbeginn wieder mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind, dabei entstehen aber immer wieder Konflikte zwischen RadlerInnen und AutofahrerInnen.

Was sind die gängigsten "Sünden" der AutofahrerInnen?

Sowohl im Stadtgebiet als auch auf der Landstraße fahren allzu oft AutofahrerInnen viel zu knapp an Radlern vorbei, ohne den gesetzlichen Sicherheitsabstand von 1,50 m bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nur annähernd einzuhalten; Überland wird an RadfahrerInnen nicht nur zu knapp und zu schnell sondern auch oft an unübersichtlichen Stellen vorbei gefahren und das, ohne den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. "Oft kommt es dadurch für RadfahrerInnen zu sehr unangenehmen und oft "brenzligen" Situationen", beklagt sich Hans Doppel von der Radlobby ARGUS.

Ein anderes typisches Szenario ist der Kreuzungsbereich, in dem Radfahrerüberfahrten von Autofahrerinnen beim Rechtsabbiegen gekreuzt werden müssen. Nicht selten werden diese Radfahrerüberfahrten einfach ignoriert bzw. kommt es leider sehr oft vor, dass AutofahrerInnen rechts abbiegen, ohne zu blinken und damit die RadlerInnen in eine lebensbedrohende Situation bringen.

Ein weiterer Problembereich: "Nur wenige PKW-LenkerInnen wissen anscheinend, dass einspurige Fahrzeuge an der stehenden Ampelkolonne rechts vorbeifahren dürfen", meint Hans Doppel, "doch sehr oft wird das absichtlich verhindert, indem ganz nah rechts rangefahren wird". Noch eine wichtige Bitte an die Autofahrerinnen und Autofahrer: beim Öffnen der straßenseitigen Autotüre auf den Radverkehr achten.

"Der anhaltende Fahrradboom sollte die Konflikte von so unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern wie RadfahrerInnen oder AutofahrerInnen nicht verschärfen", ist Hans Doppel überzeugt. Sowie Radler auf Fußgänger Rücksicht nehmen müssen, sollten dies auch Autofahrer gegenüber Radfahrern tun. Vielleicht sollten AutofahrerInnen eine Probefahrt auf dem Drahtesel wagen, um die Verkehrssituation aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die Vorteile des Verkehrsmittels Fahrrad, wie Entfall der Parkplatzsuche und kein Risiko für Staus könnte dann gleichzeitig den einen oder anderen Autobenutzer zum Umstieg aufs Fahrrad motivieren...

Der ARGUS Appell: mehr Rücksichtnahme seitens der AutofahrerInnen in Anbetracht der möglicherweise schwerwiegenden Konsequenzen eines Unfalls. Und Achtsamkeit und Respekt jenen Menschen gegenüber, die mit jedem erradelten Kilometer der Allgemeinheit eine Menge an CO2-Emissionen ersparen.

Radfahren Lernen?

All jenen, die nicht Rad fahren können oder sich auf dem Fahrrad sehr unsicher fühlen, bietet die ARGUS eine "Radfahrschule" an. Trainiert wird auf zu Verfügung gestellten Falträdern, wo der Sattel für den Anfang sehr tief gestellt werden kann. Anmeldung unter 01/505 09 07.

Rückfragen & Kontakt:

ARGUS - Die Radlobby
Hans Doppel
Mobil: 0676/507 13 09
Tel.: 01/505 09 07
www.argus.or.at

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