- 01.04.2010, 17:14:23
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WirtschaftsBlatt: Alfred Ötsch muss in Deutschland vor Gericht
Siemens-Affäre: Ötsch wird Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der ehemalige AUA-Chef beteuert seine Unschuld
Wien (OTS) - Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Freitag-Ausgabe
berichtet, sieht es die Staatsanwaltschaft Nürnberg als erwiesen an,
dass der Ex-AUA-Boss in seiner Zeit als Siemens-Manager wissentlich
fingierte Rechnungen in der Höhe von 21 Millionen Euro freigegeben
hat.
Mit dem Geld sollte die unternehmensfreundliche Gewerkschaft AUB als
Gegengewicht zur IG Metall aufgebaut werden. Ötsch soll wie sein
bereits rechtskräftig verurteilter Vorgänger Johannes Feldmayer als
Bereichsleiter Automation and Drives in Nürnberg zum Zwecke der
Verschleierung Rechnungen ohne Gegenleistung genehmigt haben.
Ötsch wird vorgeworfen, Zahlungen in Gesamthöhe von 21 Millionen Euro
freigegeben zu haben. Der Strafrahmen für derartige Tatbestände
beträgt zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsentzug.
Gegenüber dem WirtschaftsBlatt bestreitet Ötsch alle Vorwürfe:
"Leider ist es mir nicht gelungen, den Staatsanwalt von meiner
Unschuld zu überzeugen. Nun werde ich eben den Richter davon
überzeugen", so Ötsch.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftsblatt Verlag AG
Manfred Mader
Tel.: Tel.: 01/60117 / 293
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