• 31.03.2010, 16:33:03
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Wiener Ombudsstellen-Leiter plädiert für seriösen Umgang mit Zahlen über Missbrauch

Seit 1. Jänner gab es in ganz Österreich 566 Kontakte mit Opfern, Angehörigen oder Zeugen - Eine seriöse Angabe von genauen Opferzahlen ist aber noch nicht möglich

Wien (OTS) - Wien, 31.03.10 (PEW) Für einen "seriösen Umgang mit
Zahlen" in der aktuellen Missbrauchs-Diskussion plädierte am
Mittwochnachmittag der Psychiater Prof. Johannes Wancata, der die
Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem
Missbrauch in der Kirche leitet. Es habe österreichweit seit 1.
Jänner 566 Kontakte mit kirchlichen Ombudsstellen gegeben. Diese Zahl
könne nicht als Opferzahl verstanden werden, unterstrich Wancata.

"Die Abklärung der Kontakte braucht Gespräche, und die brauchen
Zeit", betonte der Psychiater. Nicht nur Opfer, auch Angehörige oder
Zeugen von Gewalt oder Missbrauchsfällen würden sich bei den
Ombudsstellen melden. Viele Menschen hinterließen auch nur einfache
Botschaften wie: "Wurde missbraucht, bitte um Rückruf." Darüberhinaus
könnten auch doppelte Meldungen derzeit noch nicht ausgeschlossen
werden.

Jedem einzelnen Fall werde sorgfältig nachgegangen, versicherte Prof.
Wancata: "Gerade weil jeder Kontakt ernsthaft geprüft wird, kann aber
derzeit noch keine Aussage zur tatsächlichen Zahl der Opfer gemacht
werden." (ende)

Rückfragehinweis:

Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
   Erich Leitenberger
   1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
   Tel: 01/51552-3591
   E-Mail: [email protected]
   http://presse.stephanscom.at

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