• 31.03.2010, 15:29:36
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Wiener Ombudsstellen-Leiter plädiert für seriösen Umgang mit Zahlen

Bisher 566 Kontakte mit Opfern, Angehörigen oder Zeugen - Derzeit aber noch keine seriöse Angabe von genauen Opferzahlen möglich

Wien, 31.03.10 (KAP) Für einen seriösen Umgang mit Zahlen in der
aktuellen Diskussion plädierte am Mittwochnachmittag der Psychiater
Prof. Johannes Wancata, der die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für
Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der Kirche leitet. Es
habe österreichweit im heurigen Jahr 566 Kontakte per Telefon oder
E-Mail mit einer kirchlichen Ombudsstelle gegeben. Diese Zahl könne
nicht als Opferzahl verstanden werden, unterstrich Wancata.

"Die Abklärung der Kontakte braucht Gespräche, und die brauchen
Zeit", betonte der Psychiater. Nicht nur Opfer, auch Angehörige oder
Zeugen von Gewalt oder Missbrauchsfällen würden sich bei den
Ombudsstellen melden. Viele Menschen hinterließen auch nur einfache
Botschaften wie: "Wurde missbraucht, bitte um Rückruf."
Darüberhinaus könnten auch doppelte Meldungen derzeit noch nicht
ausgeschlossen werden.

Jedem einzelnen Fall werde sorgfältig nachgegangen, versicherte
Prof. Wancata: "Gerade weil jeder Kontakt ernsthaft geprüft wird,
kann aber derzeit noch keine Aussage zur tatsächlichen Zahl der
Opfer gemacht werden."

Mehr auf www.kathpress.at (ende) gut/

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