Staatssekretärin Marek überreichte Bundes-Ehrenzeichen an Aida Bohrn

Auszeichnung für gebürtige Chilenin, die in Österreich wichtige Aufbauarbeit in der psychologischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen geleistet hat

Wien (OTS/BMWFJ) - Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, überreichte heute, Freitag, im Beisein zahlreicher nationaler und internationaler Würdenträger das Bundes-Ehrenzeichen der Republik an Frau Mag. Dr. Aida Bohrn. "Ich habe Aida Bohrn zum ersten Mal im Rahmen des von mir initiierten Mia-Awards kennengelernt, einer Auszeichnung für besondere Leistungen in Österreich lebender Frauen mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2009 war Aida Bohrn die Preisträgerin in der Kategorie Humanitäres und Soziales Engagement, und ich freue mich sehr, dass ich ihr heute das Bundes-Ehrenzeichen der Republik Österreich als weitere Anerkennung für ihre großartigen Leistungen überreichen darf", so Marek beim Festakt.

"Wenn man sich den Lebenslauf und die Geschichte von Aida Bohrn ansieht, dann wird einem rasch klar, dass diese Frau, die Mitte der 70er-Jahre als Flüchtling von Chile nach Österreich kam, diese Auszeichnung mehr als verdient hat." Das Bundes-Ehrenzeichen gilt als Anerkennung für besondere Verdienste um das Gemeinwesen, die durch ehrenamtliche, unentgeltliche Leistungen im Rahmen von Freiwilligen-Organisationen und Freiwilligen-Initiativen auf Gebieten, die Bundessache betreffen, erbracht werden. "Aida Bohrn hat viel zur Integration von Flüchtlingen aus Lateinamerika beigetragen, aber auch wertvolle Aufbauarbeit in der psychologischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen geleistet", betonte die Staatssekretärin.

Die heute Ausgezeichnete wurde 1954 als Aida Mena Olivares in Chile geboren und nach dem Militärputsch im Jahr 1975 zwangsausgewiesen. Die Republik Österreich hat sie damals mit ihrem Vater und ihren Geschwistern im Rahmen eines Flüchtlingskontingents aufgenommen. 1979 heiratete sie den Österreicher Karl Bohrn, 1987 schloss sie ihr Psychologie-Studium mit der Sponsion zur Magistra ab. 1992 promovierte sie an der Wiener Universität, im gleichen Jahr erfolgte die Eintragung in die ministerielle Liste der Klinischen Psychologen und der Psychotherapeuten.

Seither ist sie in den Bereichen Kinder- und Jugendpsychologie, Suchtprävention und der psychischen Betreuung von Flüchtlingen tätig. Unter anderem leitete sie von 1989 bis 1998 im österreichischen Kolpingwerk die europaweit erste Langzeittherapiestation für drogenabhängige weibliche Jugendliche. Ihr ehrenamtliches Engagement gilt der Vermittlung von chilenischer Kultur, humanitären Projekten für Chile und allgemein dem Themenkomplex Flucht-Exil-Integration. Seit 1987 bietet sie in ihrer Praxis bedürftigen Migrantinnen und Migranten sowie deren Kindern kostenlose therapeutische und psychologische Beratung und Betreuung an.

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