ÖH: § 124b-Anträge rechtswidrig

Deutsche Studierende sind nicht das Problem

Wien (OTS) - Mit Kopfschütteln reagiert die ÖH auf die Ankündigung von Bundesministerin Karl, die eingereichten §124b-Anträge auf Zugangsbeschränkungen in Begutachtung zu schicken. "Es ist völlig klar, dass die Anträge für die Zugangsbeschränkungen in der Architektur und für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften rechtswidrig sind", erklärt Sigrid Maurer vom ÖH Vorsitzteam. "Der geringe Zuwachs an ausländischen Studierenden in diesen Studienrichtungen ist definitiv nicht der Grund für die schlechten Studienbedingungen - damit entsprechen die Anträge nicht den Anforderungen des Gesetzes", so Maurer weiter.

Ungenau sind die Rektoren im Umgang mit Zahlen: "Die TU Wien argumentierte auf Basis von Studierendenzahlen die sich auf Bachelor, Master und PhD bezogen statt nur auf den Bachelor", sagt Eva Maltschnig, ÖH Generalsekretärin. "Eingerichtet wurde der §124b aufgrund des befürchteten Zustroms von Studierenden aus Deutschland -aber weniger als 5 % der Studierenden der Architektur an der TU Wien kommen aus Deutschland", so Maltschnig weiter. "Die WU will auf 2000 StudienanfängerInnen schrumpfen - dabei muss gemäß Gesetz gleich vielen Studierenden wie bisher ein Studium ermöglicht werden", so Maltschnig. Zudem gibt es offenbar Ungereimtheiten bezüglich des gesetzlich vorgesehenen Prozedere zur Genehmigung der Anträge.

"Auch in der Publizistik sind die Zugangsbeschränkungen der falsche Weg - die Vergangenheit hat gezeigt dass sich auch mit Zugangsbeschränkungen die Bedingungen nicht verbessert haben, sie frieren nur den momentanen schlechten Zustand ein", sagt Thomas Wallerberger vom ÖH Vorsitzteam. "Die richtigen Antworten auf diese Probleme sind die Ausfinanzierung der Universitäten sowie der massive Ausbau der Studienwahlberatung", so Wallerberger abschließend.

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