• 25.03.2010, 16:02:01
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Wlodkowski: Klassenkampf schafft keinen einzigen Arbeitsplatz

Gesetzes-Entwurf Finanzministerium: Einheitswerte bleiben unverändert

Wien (OTS) - "Das Finanzministerium hat in einem Gesetzesentwurf
festgehalten, dass die für heuer geplante Neubewertung der
Einheitswerte für land- und forstwirtschaftliches Vermögen verschoben
wird. Angesichts anhaltender Tiefstpreise für agrarische Produkte und
eines dramatischen Einkommenseinbruchs bei den Bauern von mehr als
20% vertritt die LK Österreich die Ansicht, dass die
Steuerpauschalierung auf Basis der Einheitswerte in der
Landwirtschaft fortgeführt werden muss. Wenn Arbeitnehmervertreter
nun in ärgster Klassenkampf-Manier höhere Steuern für die Bauern
verlangen, so übersehen sie geflissentlich, dass die Konsumenten
immer weniger für die Ernährung ausgeben müssen und die
Landwirtschaft auf diese Weise seit Jahrzehnten zu niedrigeren
Inflationsraten beiträgt", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der
LK Österreich.

Bewertung verschoben

Das Bewertungsgesetz sieht vor, dass alle neun Jahre eine
Hauptfeststellung für die Bewertung des land- und
forstwirtschaftlichen Vermögens durchzuführen ist. Aufgrund dieses
Gesetzes wäre heuer wieder ein solcher Schritt notwendig. Diesen will
das Finanzministerium nun verschieben und nennt in seiner Begründung
die hohen Kosten einer Neubewertung, die wegen zu erwartender,
relativ geringer Veränderungen in keiner Relation zu den erwarteten
Einnahmen stünden.

LK-Forderungen

"Wir verlangen, dass das bewährte System der Einheitsbewertung als
Grundlage für die Berechnung verschiedener Abgaben der Land- und
Forstwirte auch in Hinkunft beibehalten und unter Heranziehung von
Daten der Agrarmarkt Austria aktualisiert wird. Die
Landwirtschaftskammer hat dazu konkrete Vorschläge für eine Reform
der Einheitswerte vorgelegt. Außerdem muss die Ermittlung von
Besteuerungsgrundlagen, also die Pauschalierung, als arbeitssparende
Methode beibehalten und weiterentwickelt werden", so Wlodkowski. Er
ergänzte: "Da die Bauern vom Ertrag ihrer Arbeit und nicht vom
Verkauf ihrer Äcker leben, muss die Basis weiterhin der Einheitswert
auf der Grundlage der Ertragswerte und nicht der Verkehrswert sein."

Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum

"Die Sozialpartnerpräsidenten haben sich erst vor wenigen Tagen
gemeinsam dazu bekannt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die zu
Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum führen. Die Landwirtschaft
kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten, worüber sich die
Sozialpartner einig waren. Wenn nun aus AK und ÖGB Klassenkampftöne
zu hören sind und verlangt wird, dass jene Berufsgruppe, die im
Vorjahr mehr als 20% ihres Einkommens verloren hat, vermehrt zur
Kasse gebeten werden soll, so kann man nur den Kopf schütteln. Mit
Klassenkampf wird kein einziger Arbeitsplatz geschaffen, durch
Österreichs Bauern hingegen zehntausende", hielt Wlodkowski fest.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Tel.: +43/1/53441-8520, -8521
mailto:[email protected]
www.lk-oe.at

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