Stichwort: Karwoche und Ostern

Wien, 25.03.10 (KAP) Christen in aller Welt gedenken beim Osterfest und in der vorangehenden Karwoche (in anderen Sprachräumen auch "Heilige Woche", "Holy Week", "Semaine sainte", "Settimana Santa") der Botschaft vom Kreuz und vor allem von der Auferstehung Jesu Christi. Ostern fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen. Das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung Christi ist der Höhepunkt des Kirchenjahres, es ist das wichtigste und höchste Fest der Christenheit.

Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Am Gründonnerstag erinnern sich die Gläubigen an die Feier des jüdischen Pessach-Festes durch Jesus und seine Jünger. Am Karfreitag und Karsamstag wird der Gefangennahme, Verurteilung und schließlich der Hinrichtung Jesu sowie der Grabesruhe gedacht. In der Osternacht feiern die Christen das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten.

Ostern geht auf die früheste Zeit der Kirche zurück und ist das ritenreichste aller christlichen Feste. Seit dem Konzil von Nizäa wird Ostern alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Ostern liegt damit zwischen dem 22. März und dem 25. April. Da die orthodoxe Kirche der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 nicht folgte, feiern Ost und West zumeist an unterschiedlichen Tagen.

Ethymologen leiten das deutsche Wort "Ostern" vom altgermanischen "Austro" oder "Ausro" für "Morgenröte" ab, das eventuell ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete und sich im Althochdeutschen zu "ostarun" fortbildete. Der Wortstamm ist mit altgriechisch "eos" ("Sonne") verwandt. "Eostra" ist erstmals 738 beim angelsächsischen Benediktinergelehrten Beda Venerabilis belegt. Er vermutete hinter diesem Wort eine angelsächsische Lichtgöttin, der der Monat April -angelsächsisch "Eosturmanoth" - seinen Namen verdankt.

Honorius Augustodunensis, ein Theologe des 12. Jahrhunderts, leitete "Ostern" von Osten ab, der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs; viele neue Christen ließen sich im Hochmittelalter "bei Sonnenaufgang" am Ostermorgen - althochdeutsch zu den "ostarun" - taufen.

Im deutschen Sprachraum setzte sich der Begriff Ostern gegen das in Teilen gebräuchliche "pasche" durch (vgl. frz. "Paques" für Ostern).

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