Bures/Niessl: Kleinräumige Umfahrung von Schützen bringt deutliche Entlastung für AnrainerInnen

Bund und Land Burgenland erzielen Lösung zum Wohle der Bevölkerung - "Bürgernahes und wirtschaftlich sinnvolles Straßenbauprojekt"

Wien (OTS/BMVIT) - Der Nationalrat hat gestern Abend die Novelle
zum Bundesstraßengesetz beschlossen. Teil dieser Gesetzesänderung ist auch die zwischen dem Bund und dem Land Burgenland erzielte Einigung, die Umfahrung Schützen am Gebirge als kleinräumiges Landstraßenprojekt umzusetzen. "Wir haben in sehr partnerschaftlichen Gesprächen ein hervorragendes Ergebnis erzielt, das zum einen bürgernah und zum anderen auch wirtschaftlich äußerst sinnvoll ist -und ein vorbildliches Beispiel dafür ist, wie die Zusammenarbeit zwischen Bund und Länder zum Wohle der Bevölkerung funktionieren soll", zeigten sich Verkehrsministerin Doris Bures und der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl erfreut. ****

Mit dem heutigen Beschluss wird zum ersten Mal ein Schnellstraßenprojekt aus dem Bundesstraßengesetz rausgenommen und von einem Bundesland finanziert. Mit dieser kostengünstigen Variante werde in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, das Budget zu entlasten, so Bures. Und man ist damit vor allem dem massiven Interesse der Bevölkerung in Schützen nach einer kleinräumigen Umfahrung ihrer Gemeinde nachgekommen. "Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger stehen bei der Umsetzung von Straßenbauprojekten an erster Stelle. Daher haben wir auch hier gemeinsam mit Landeshauptmann Hans Niessl eine zukunftsweisende Lösung gesucht und auch gefunden, die die AnrainerInnen nachhaltig entlastet", betonte die Ministerin.

Die Notwendigkeit der Umfahrung Schützen am Gebirge werde von Verkehrszählungen klar untermauert, machte der Landeshauptmann deutlich. Seit Jahren muss die Bevölkerung an der B50 mit einem Verkehrsaufkommen von bis zu 18.400 Fahrzeugen pro Tag rechnen. "Die kleinräumige Umfahrung von Schützen am Gebirge ist ein Verkehrsprojekt höchster Priorität. Umso mehr freut es mich, dass durch die heutige Entscheidung einer raschen Umsetzung dieses Projekts nichts mehr im Wege steht und damit die Anrainer in Schützen am Gebirge vom zunehmenden Verkehrsaufkommen deutlich entlastet werden", erklärte Niessl.

Kostengünstig in Infrastruktur investieren mit größtem Nutzen

Angesichts der Wirtschaftskrise, die auch der ASFINAG zu schaffen macht, sind neue Modelle der Finanzierung wie bei der Umfahrung Schützen besonders wichtig. Wie europaweit alle Transporte sind auch die Lkw-Transporte in Österreich rückläufig. Und weniger Lkw-Maut heißt weniger Einnahmen für die ASFINAG. Klar sei allerdings auch, dass Verkehrssicherheit Vorrang hat - "Investieren in Sicherheit hat oberste Priorität", hielt Bures fest. 40 Prozent der Straßeninvestitionen fließen in Verkehrssicherheitsmaßnahmen wie Tunnelausrüstung, Leitschienen, Überwachungszentralen, Rumpelstreifen, Fahrbahnsanierungen. etc.

Es zeige sich aber auch, dass erforderliche Investitionen in die Infrastruktur kostengünstiger als vorgesehen, aber trotzdem mit größtmöglichem Nutzen verwirklicht werden können. In der ursprünglichen Variante für die Umfahrung Schützen wurde mit Kosten für den Bund in der Höhe von 52 Mio. Euro gerechnet. Nun fallen gerade einmal zwei Mio. Euro an Planungsaufwand an, die für die Landesplanung verwertbar sind. "Es ist kein Naturgesetz, dass laufend neue Projekte ins Bundesstraßengesetz aufgenommen werden. Durch professionelle Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Bevölkerung können Projekte redimensioniert werden, und alle profitieren davon -"Bund, Länder und im besonderen die betroffene Bevölkerung", so die Ministerin. (Schluss) .

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