NEWS: Canori-Aussage über 5-Millionen-Sponsoring für Fußballverein

Zahlung nach Pasching für Lizenz sei "Spende" gewesen

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe unter anderem die Zeugeneinvernahme des SK Austria Kärnten-Präsidenten Mario Canori.

Canori wurde am 3. März 2010 als Zeuge unter Wahrheitspflicht einvernommen.

Laut Canori habe ihn Jörg Haider informiert, "dass er ein Sponsoring in Höhe von EUR 5,0 Millionen organisieren kann". Haider habe ihn gebeten, Gespräche mit dem Präsidenten von Superfund Pasching, Franz Grad, zu führen. Ziel sei es gewesen den Paschinger Verein nach Klagenfurt zu verlegen, damit Kärnten einen Klub in der Bundesliga habe.

Canori: "Als Gegenleistung müssten wir dem Nachfolgeverein von Pasching eine Spende in Höhe von EUR 3,0 Mio. leisten. Mit der Verlegung des Sitzes ist die Spielberechtigung (Lizenz) in der Bundesliga verbunden."

Die erste Tranche der fünf Haider-Hypo-Millionen "war eine Bankgarantie in Höhe von EUR 3,0 Mio. (...). Die Bankgarantie wurde von der Hypo-International, Hypo-Consulting und Hypo-Österreich ausgestellt. (...) Grad hat diese Bankgarantien ziehen können". Canori weiter: "Diese EUR 3,0 Mio. sind nicht über den Verein SK Austria Kärnten zum Verein Superfund Pasching geflossen, sondern wurden direkt von der Hypo an den Nachfolgeverein Pasching überwiesen."

Zitat: "Meiner Erinnerung nach wurde diese Überweisung aus fiskalischen Gründen unter dem Titel 'Spende' durchgeführt."

Eine weitere Million Euro sei in Form von zwei Bankgarantien an den FC Kärnten gegangen, die letzte Million Euro sei von der Hypo-International an den SK Austria Kärnten gezahlt worden.

NEWS veröffentlicht zudem einen Aktenvermerk des Hypo-Managers Siegfried Grigg, der berichtet, dass anlässlich der Kaufvertragsunterzeichnung mit der BayernLB mit deren Vorstandschef Werner Schmidt vereinbart worden sei, dass die BayernLB 50 % der Sponsoringbeiträge für den Fußballverein ersetzt.

Die deutsche Justiz ermittelt nun wegen des Verdachts dass Haider als "ausländischer Amtsträger" bestochen worden sein könnte, da die BayernLB-Tochter DKB (Deutsche Kreditbank) für das Fußball-Sponsoring zwei Millionen Euro bezahlt hat.

Rückfragen & Kontakt:

NEWS
Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0006