- 24.03.2010, 12:19:17
- /
- OTS0163 OTW0163
NEWS: Canori-Aussage über 5-Millionen-Sponsoring für Fußballverein
Zahlung nach Pasching für Lizenz sei "Spende" gewesen
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe unter anderem die
Zeugeneinvernahme des SK Austria Kärnten-Präsidenten Mario Canori.
Canori wurde am 3. März 2010 als Zeuge unter Wahrheitspflicht
einvernommen.
Laut Canori habe ihn Jörg Haider informiert, "dass er ein
Sponsoring in Höhe von EUR 5,0 Millionen organisieren kann". Haider
habe ihn gebeten, Gespräche mit dem Präsidenten von Superfund
Pasching, Franz Grad, zu führen. Ziel sei es gewesen den Paschinger
Verein nach Klagenfurt zu verlegen, damit Kärnten einen Klub in der
Bundesliga habe.
Canori: "Als Gegenleistung müssten wir dem Nachfolgeverein von
Pasching eine Spende in Höhe von EUR 3,0 Mio. leisten. Mit der
Verlegung des Sitzes ist die Spielberechtigung (Lizenz) in der
Bundesliga verbunden."
Die erste Tranche der fünf Haider-Hypo-Millionen "war eine
Bankgarantie in Höhe von EUR 3,0 Mio. (...). Die Bankgarantie wurde
von der Hypo-International, Hypo-Consulting und Hypo-Österreich
ausgestellt. (...) Grad hat diese Bankgarantien ziehen können".
Canori weiter: "Diese EUR 3,0 Mio. sind nicht über den Verein SK
Austria Kärnten zum Verein Superfund Pasching geflossen, sondern
wurden direkt von der Hypo an den Nachfolgeverein Pasching
überwiesen."
Zitat: "Meiner Erinnerung nach wurde diese Überweisung aus
fiskalischen Gründen unter dem Titel 'Spende' durchgeführt."
Eine weitere Million Euro sei in Form von zwei Bankgarantien an
den FC Kärnten gegangen, die letzte Million Euro sei von der
Hypo-International an den SK Austria Kärnten gezahlt worden.
NEWS veröffentlicht zudem einen Aktenvermerk des Hypo-Managers
Siegfried Grigg, der berichtet, dass anlässlich der
Kaufvertragsunterzeichnung mit der BayernLB mit deren Vorstandschef
Werner Schmidt vereinbart worden sei, dass die BayernLB 50 % der
Sponsoringbeiträge für den Fußballverein ersetzt.
Die deutsche Justiz ermittelt nun wegen des Verdachts dass Haider
als "ausländischer Amtsträger" bestochen worden sein könnte, da die
BayernLB-Tochter DKB (Deutsche Kreditbank) für das Fußball-Sponsoring
zwei Millionen Euro bezahlt hat.
Rückfragehinweis:
NEWS
Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






