• 24.03.2010, 10:59:23
  • /
  • OTS0092 OTW0092

Brauner präsentierte überparteiliche Plattform "Wiener Frauen gegen Rosenkranz"

"Setzen wir gemeinsam ein klares Zeichen gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit!"

Wien (OTS/SPW) - "Wir Wienerinnen wollen gemeinsam gegen die
untragbaren Aussagen und gegen die Verharmlosung von NS-Gedankengut
der Bundespräsidentschafts-Kandidatin Barbara Rosenkranz ein
deutliches Signal setzen. Die überparteiliche Plattform 'Wiener
Frauen gegen Rosenkranz' steht allen Frauen offen, die gemeinsam
gegen das rechtskonservative Frauenbild von Frau Rosenkranz sowie
deren rückschrittlichen Einstellungen zu Gleichberechtigung und
Emanzipation Stellung beziehen wollen. Wir Wienerinnen wollen keine
Frau als Bundespräsidentin, die den Feminismus als 'Irrweg'
bezeichnet, deren Frauen- und Familienbild mittelalterlich anmutet
und die das Verbotsgesetz und damit den demokratiepolitischen
Grundkonsens der 2. Republik in Frage stellt!", betonte die
Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner
am Mittwoch bei der Präsentation der überparteilichen Plattform
"Wiener Frauen gegen Rosenkranz" gemeinsam mit dem
Proponentinnenkomitee, bestehend aus der Kammerschauspielerin
Elisabeth Orth, der Unternehmerin Michaela Mischek-Lainer und der
Universitätsprofessorin für Biochemie Renée Schröder.****

Brauner unterstrich weiters, dass es für das Komitee ein großes
Anliegen sei, besonders als Frauen, die Ablehnung der Inhalte und der
Person Rosenkranz in die Öffentlichkeit zu tragen, denn: "Wir sitzen
hier als Frauen, die stolz auf Österreich sind und besonders auf
Wien, eine internationale und weltoffene Stadt!" So dürfe sich eine
Frau, die frauenpolitisch steinzeitliche Ansichten vertrete und
traurige Tatsachen der österreichischen Geschichte wie Gaskammern und
die Vernichtung vieler Menschen nicht anerkennen will, nicht für das
oberste Amt im Land bewerben. "Dagegen wollen wir uns gemeinsam
aussprechen und allen Frauen die Möglichkeit geben dagegen
aufzutreten!", so Brauner.

Bereits am ersten Tag der Initiative haben sich viele Frauen der
Plattform angeschlossen wie etwa die Journalistin und Verlegerin
Desirée Treichl-Stürgkh, Moderatorin Isabelle Klausnitzer,
Musicalsängerin Marika Lichter, Juristin Heide Schmidt,
Turmspringerin Anja Richter, Autorin Silke Hassler sowie die
Schauspielerin Ursula Strauss. Auch viele Politikerinnen wie
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Gesundheitsstadträtin Sonja
Wehsely, Umweltstadträtin Ulli Sima oder die 2. Wiener
Landtagspräsidentin Marianne Klicka unterstützen die Plattform.

Für Kammerschauspielerin Elisabeth Orth steht fest, dass die
Kandidatur der Barbara Rosenkranz für das höchste Amt des Staates
eine schwere Rufschädigung für das Land Österreich bedeute. Als
Präsidentin der Aktion gegen Antisemitismus in Österreich hielt sie
einmal mehr fest, dass diese Gesinnung immer noch unter den
Stammtischen vergraben liege und immer wieder hoch komme. Die
Unternehmerin Michaela Mischek-Lainer unterstrich vor allem als
Mutter ihr persönliches Anliegen, für ihre Kinder aufzustehen und
einzugreifen "Für mich ist jede Person des öffentlichen Lebens, die
nicht zu jeder Zeit eindeutig und klar die systematische Vernichtung
der Juden im 3. Reich aufs Schärfste verurteilt hat, für immer für
jedes politische Amt inakzeptabel." Die Universitätsprofessorin Renée
Schröder bezog sich auf den Mechanismus der Angst, der von rechten
Gruppierungen benutzt wird: "Angst vor dem 'Fremden' ist evolutionär
erklärlich und in jedem von uns vorhanden. Aus dieser oft diffusen
Angst politisches Kapital zu schlagen, ist inakzeptabel und darf
nicht toleriert werden!"

Mitmachen und Statement abgeben!

Unter www.frauengegenrosenkranz.at haben nun alle Frauen die
Möglichkeit mit Bildern und Statements ein deutliches Zeichen gegen
Rosenkranz zu setzen und gemeinsam für Toleranz, Emanzipation und
Gleichberechtigung zu kämpfen!

Brauner betonte hierzu abschließend: "Die zutiefst rückschrittlichen,
konservativen Aussagen dieser Person schaden allen Frauen und unserem
gemeinsamen Kampf für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter! Wir
lehnen diese Inhalte strikt ab und wollen allen die Möglichkeit
geben, ihren Emotionen und Sorgen Ausdruck zu verleihen. Denn wir
wollen eine solche Gesinnung nicht in unserer Stadt, nicht in diesem
Land, nicht für uns und nicht für unsere Kinder!" (Schluss) nk

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DSW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel