- 24.03.2010, 09:50:13
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Sima/Gsandtner: Verbot von Scharfmachen von Hunden
Keine Auswirkung auf Polizei, Rettung, Bundesheer - Einladung zu rundem Tisch zu Qualitätskriterien beim Hundesport
Wien (OTS) - Mit 1. Juli tritt in Wien der verpflichtende
Hundeführschein für sogenannte Kampfhunde in Kraft. Darüberhinaus
wird die Ausbildung von Hunden verboten, die gegen den Menschen
gerichtetes Angriffsverhalten beinhalten oder nachstellen. Beides
wird am Freitag auf der Tagesordnung im Landtag stehen.
"Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Hund gegen Personen
scharf gemacht werden soll. Jeder Hund hat einen natürlichen
Schutzinstinkt, der jedenfalls ausreicht, um Haus, Heim und
HundehalterIn, zu beschützen", so Umweltstadträtin Ulli Sima.
Keinerlei Auswirkungen wird das Verbot auf Polizei, Rettung und
Bundesheer haben, denn vom Schutzhundeausbildungsverbot sind
Diensthunde des Bundes ausgenommen. Für den privaten Bereich wurde in
Zusammenarbeit mit Tierschutzexperten eine neue Regelung erarbeitet.
"Es ist widersinnig und höchst fahrlässig, einen Hund bewusst als
"Waffe" auszubilden und zu gebrauchen", betont Sima. Denn um einen
Hund "scharf zu machen", muss die Beißhemmung abgebaut werden,
dadurch wird die Unberechenbarkeit und die Gefährlichkeit des Hundes
gesteigert. "Die Schutzhundeausbildung für private Hundehalter ist
neben dem Sicherheitsaspekt auch aus Gründen des Tierschutzes
abzulehnen, so Hermann Gsandtner, Tierschutzombudsmann der Stadt
Wien.
Nichts spricht gegen die sportliche Ausbildung oder den
sportlichen Wettbewerb unter Hunden. Unverändert und erlaubt sind
daher künftig weiterhin die Gebrauchshunde-Ausbildungen und Prüfungen
gemäß der österreichischen Prüfungsordnung des österreichischen
Kynologenverbandes. Dabei ist aber zu gewährleisten, dass diese
Kriterien der "Österreichischen Prüfungsordnung im Hundesport" gemäß
der vom ÖKV veröffentlichten Prüfungsordnung folgen.
"Im Hundesport ist es aber auch enorm wichtig, dass Züchter,
Trainer und auch die Hundeabrichteplätze zertifiziert werden und
bestimmte Qualitätskriterien einhalten", betont Sima. Sie lädt daher
nach Ostern alle in diesem Bereich Beteiligten zu einem runden Tisch
zu diesem Themenfeld.
Rückfragehinweis:
Anita Voraberger
Mediensprecherin Umweltstadträtin Ulli Sima
Tel.: 01 4000-81353
Mobil: 0664 16 58 655
E-Mail: [email protected]
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