• 23.03.2010, 11:32:12
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Bures: Positive Entwicklung bei Unfallstatistik

Aufklärungskampagne, höhere Strafen und mehr Kontrollen zeigen Wirkung - "Aber Kampf gegen menschliches Leid geht weiter"

Wien (OTS/BMVIT) - Im Jahr 2009 wurden bei Unfällen im
Straßenverkehr um 46 Menschen weniger getötet als im Jahr davor - das
ist ein Minus von 6,8 Prozent. Das sind die bisher niedrigsten Werte
seit Beginn der einheitlich geführten Verkehrsunfallstatistik im Jahr
1961. Insgesamt sind heuer 633 Personen ums Leben gekommen - das
ist, als würden jedes Jahr fünf vollbesetzte Boing 737 abstürzen.
"Das heißt: Wir dürfen keine Sekunde lang locker lassen beim Kampf
gegen menschliches Leid auf unseren Straßen. Denn jeder Verkehrstote
ist einer zuviel", betonte Verkehrsministerin Doris Bures am Dienstag
bei der Präsentation der Unfallzahlen für 2009. ****

Seitens des BMVIT sind in etlichen Bereichen Maßnahmen für mehr
Verkehrssicherheit umgesetzt worden, die sich auch in der Statistik
niederschlagen. Als Beispiel führte die Ministerin die Reduktion der
Verkehrsunfälle mit LKW an. Grundsätzlich gilt: LKW sind nicht
unverhältnismäßig häufiger in Unfälle verwickelt. Aber die
Unfallfolgen sind bei schweren LKW leider unverhältnismäßig schwerer.
Deshalb kann man, wenn man hier ansetzt, viel menschliches Leid
verhindern.

Die Verkehrsministerin hat daher das Budget für die Bundesanstalt für
Verkehr (BAV), die die technischen Kontrollen der Lkw vornimmt, um
eine Mio. Euro aufgestockt (von 1,6 auf 2,6 Mio Euro = 60 Prozent).
Dadurch konnte die BAV 2009 an 505 Einsatztagen im Jahr 2009
(Vergleich 2008: 455 Einsatztage) deutlich mehr gefährliche Lkw aus
dem Verkehr ziehen. (2008: 5.800; 2009: 8.400 - um ein gutes Drittel
mehr). "Und die Statistik gibt uns recht: Es gab ein minus von 11,2
Prozent bei Unfällen, 29 Menschen weniger als 2008 verloren ihr Leben
bei LKW-Unfällen und 261 weniger Menschen wurden verletzt", so Bures.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ministerin ist der Kampf gegen Alkohol
am Steuer - eine der Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle. Wie
überall in der Verkehrssicherheit wurde an drei Hebeln angesetzt:
Seit 1. September 2009 gibt es höhere Strafen für die
Hochrisikogruppen Alkohol und Rasen, die Kontrollen wurden verstärkt
und es wurde das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr
geschärft.

Die Zahlen zeigen, dass das Maßnahmenpaket wirkt. Die Zahl der
Alkoholunfälle sowie jene der dabei verletzten und getöteten Personen
sind im Jahr 2009 deutlich gesunken. Um den vorsichtig positiven
Trend zu festigen, bzw. zu verstärken, wird die Bewusstseinskampagne
gegen Alkohol am Steuer nun fortgesetzt. Nach Niki Lauda konnte der
Fußball-Klub Rapid als Testimonial gegen Alkohol am Steuer gewonnen
werden.
Gleichzeitig wird die Bewusstseinsbildung an den Fahrschulen mit dem
Projekt "Close to" forciert.

Ganz wesentlich ist für Bures auch die Sicherheit der kleinsten
VerkehrsteilnehmerInnen. Um die Zahl der ungesicherten Kinder in
Autos zu reduzieren, wurde ein Maßnahmenbündel geschnürt: Ein neue
Kindersitzbroschüre wurde aufgelegt (auch in verschiedenen Sprachen),
Kindersicherungsseminare beim Verstoß gegen die Sicherungspflicht
wurden verordnet (Maßnahme bei 2. Vormerkung), Plakate zur
Sensibilisierung an den Autobahnen angebracht. Die Polizeistatistik
zeigt einen ganz klar positiven Trend, was die Sicherung von Kindern
anbelangt: minus 17,4 Prozent bei den Verstößen gegen die
Kindersicherungspflicht.

Insgesamt gab es im Vorjahr 251 weniger verletzte Kinder im
Straßenverkehr. Dramatisch hoch ist aber die Zahl der getöteten
Kinder: 2009 kamen 15 Kinder ums Leben, das sind um drei Kinder mehr
als 2008. Aber der Trend ist auch hier rückläufig. 2006 waren es noch
23 Kinder, die ihr Leben im Straßenverkehr verloren haben. "Es
bestärkt mich, am Thema Kindersicherung dranzubleiben. Größte
Sicherheit für die Kleinsten liegt mir besonders am Herzen. Als
nächste Initiative werden wir daher künftig Broschüren, wie man sein
Kind richtig sichert, österreichweit den Baby-Startpaketen beilegen",
so Bures. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Susanna Enk, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]

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