• 22.03.2010, 12:51:13
  • /
  • OTS0140 OTW0140

Marek: Optimale Rahmenbedingungen für Zeit in der Familie schaffen

Eröffnungsrede von Staatssekretärin Marek bei Familienbund Enquete "Kinder brauchen Elternzeit"

Wien (OTS/BNWFJ) - "Kinder brauchen Zuneigung und die Sicherheit,
dass sie geliebt werden und sich jemand um sie kümmert. Daher ist
eine liebevolle, stabile und sichere Beziehung mit den Eltern in den
ersten Lebensjahren für jeden Aspekt in der Entwicklung eines Kindes
ganz besonders wichtig. Denn Kinder entwickeln Selbstbewusstsein,
Lernmotivation und Lebensfreude, wenn sie spüren, dass sie ernst
genommen werden. Ganz wesentlich ist in diesem Zusammenhang auch die
Qualität und nicht ausschließlich die Quantität der gemeinsamen
Zeit", so Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für
Wirtschaft, Familie und Jugend, am Montag in ihrer Eröffnungsrede bei
der Enquete "Kinder brauchen Elternzeit" des Österreichischen
Familienbundes. Das Thema Elternzeit für die Kinder gewinne daher mit
zunehmender Erwerbstätigkeit beider Elternteile mehr an Bedeutung.
Umso wichtiger seien somit gute Rahmenbedingungen für die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Marek verwies darauf, dass die gesellschaftlichen, finanziellen
und beruflichen Anforderungen an die Eltern von heute enorm gestiegen
seien und auch der Druck auf die Kinder permanent steige. Aus diesem
Grund werde für das Gelingen der Vereinbarkeit neben einer
familienbewussten Personalpolitik auch eine bedarfsgerechte, flexible
und leistbare Kinderbetreuung essentiell, in der man nach
hochwertigen Qualitätsstandards und Bildungsplänen arbeite. Obwohl
die Kompetenz in der Kinderbetreuung ausschließlich bei den Ländern
liege, so die Staatssekretärin weiter, investiere der Bund auf Grund
der Wichtigkeit des Themas im Rahmen von zwei 15a-Vereinbarungen
wesentliche Mittel in den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote: in den
Jahren 2008 bis 2010 rund 45 Millionen Euro vorwiegend für den Ausbau
der Kinderbetreuungsangebote für die unter 3-Jährigen und in den
Jahren 2009 bis 2013 pro Kindergartenjahr 70 Millionen Euro für den
verpflichtenden Gratiskindergarten für die 5-Jährigen.

Mit einem jährlichen Volumen von 6,2 Milliarden Euro aus dem
Familienlastenausgleichsfonds liege Österreich mit seinen
Familienleistungen im internationalen Spitzenfeld, setzte Marek fort.
Dazu kämen auch noch Steuerbegünstigungen wie Kinderabsetzbetrag und
Kinderfreibetrag sowie die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten
und steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebers zur Kinderbetreuung.

"Geld ist aber nicht alles. Wir müssen die Familien auch stärken
und ihnen die notwendigen Unterstützungen und Hilfestellungen
zukommen lassen, damit sie ihre Beziehungen dauerhaft leben können",
ergänzte die Staatssekretärin. Daher werde mit 1,4 Millionen Euro die
Unterstützung in Erziehungsfragen durch "Elternbriefe" und weitere
Elternbildungsangebote gefördert. Jedes Jahr seien rund 11,6
Millionen Euro für die rund 400 Familienberatungsstellen vorgesehen,
wo jedes Jahr rund 230.000 Menschen Beratung und Unterstützung bei
Problemen wie Scheidung/Trennung, Gewalt in der Familie oder
Erziehungsfragen suchen.

"Mit all diesen Maßnahmen und Leistungen wollen wir die Familien
dort unterstützen, wo sie Unterstützung und Entlastung brauchen und
damit auch optimale Rahmenbedingungen für Zeit in der Familie
schaffen. Österreich ist ein kinder- und familienfreundliches Land.
Nun gilt es, diese Arbeit fortzusetzen im Sinne der Familien und
Kinder in Österreich", betonte Marek abschließend.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft,Familie und Jugend
   Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl
   Tel.: +43 (01) 711 00-5838
   
   Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer
   +43 (01) 711 00-2058
   presseabteilung@bmwfj.gv.at
   www.bmwfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel