- 19.03.2010, 09:02:11
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Humboldt Forum für Ernährung und Landwirtschaft zum Weltwassertag 2010
Zürich (ots) - Die Aussichten für die Sicherung der Welternährung
in den kommenden Jahrzehnten sind schlecht. In der ersten Hälfte des
21. Jahrhunderts wird sich die Nachfrage nach Nahrungsgütern
verdoppeln. Als Folge davon werden die Preise wichtiger Agrarprodukte
gegen Ende dieses Jahrzehnts um 50 bis 100% über denen liegen, die
Anfang des neuen Jahrtausends herrschten. Bereits heute sind etwa
eine Milliarde Menschen mangelernährt. Preissteigerungen in dieser
Größenordnung würden das Ausmaß des Hungers in der Welt dramatisch
erhöhen und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen.
Die Landwirtschaft verursacht 70% des weltweiten
Süßwasserverbrauchs. In der Vergangenheit ist eine Steigerung der
Agrarproduktion immer auch einhergegangen mit einem steigenden
Verbrauch von Wasser seitens der Landwirtschaft. Das weitere Wachstum
der weltweiten Nahrungsgüterproduktion wird daher zunehmend durch die
mangelnde Wasserverfügbarkeit begrenzt.
Das Humboldt Forum für Ernährung und Landwirtschaft (HFFA) teilt
die Sorge um Wasser und Welternährung. Zum Weltwassertag 2010 am 22.
März hat das HFFA in einen Sechs-Punkte-Plan veröffentlicht. Darin
wird folgendes gefordert:
- Zusätzliche Anstrengung in Forschung und Entwicklung von
effizienteren Institutionen des Wassermanagements.
- Steigerung der Wassereffizienz der Nutzpflanzen durch
Investitionen in die Pflanzenzüchtungsforschung und
Wasserinfrastruktur.
- Konzentration der Agrarproduktion vorrangig auf Regionen, in
denen Wasser reichlich verfügbar ist, u.a. durch ein liberales
internationales Handelssystem.
- Preis für Wasser, der dem Wert dieser knappen Ressource für die Gesellschaft entspricht. - Stärkere Betonung der Bedeutung von Wasser und Welternährung in der internationalen Debatte.
Die Forderungen des HFFA sollen u.a. dadurch erreicht werden, dass
ein internationaler Wassergipfel einberufen wird und dass eine
internationale Agrarwirtschaftsgruppe A25 eingerichtet wird, die
analog zur G 20 Gruppe, internationale Strategien im Kampf gegen den
Hunger in der Welt entwickelt, implementiert und koordiniert.
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